Rathaus-Meldungen
18.03.2021

Pflegealltag in Zeiten von Corona

Hermann-Keßler-Stift ist nach wie vor infektionsfrei – zusätzliches Wohnangebot für Paare mit unterschiedlichem Pflegebedarf


Kaffeestunde zur Faschingszeit (Foto: Hermann-Keßler-Stift)

Kaffeestunde zur Faschingszeit (Foto: Hermann-Keßler-Stift)

Abstandsregeln, Infektionsschutzmaßnahmen, Besuchs- und Ausgangsbeschränkungen: Die Corona-Pandemie hat den Alltag in Senioren- und Pflegeheimen stark beeinträchtigt.
Wie sich im Laufer Hermann-Keßler-Stift derzeit das Leben und Arbeiten gestaltet, erzählt Einrichtungsleiter Michael Strauß:

Herr Strauß, wie sind Sie mit Ihrer Einrichtung bisher durch die Pandemie gekommen?

Aus meiner Sicht sehr gut, da wir das Virus bisher aus dem Haus halten konnten. Dafür sind wir sehr dankbar und freuen uns gleichzeitig, dass unsere aller Anstrengungen und Bemühungen wirken. Eine wirklich große Leistung des gesamten Teams. Wir sind, so wie es uns Impfärztinnen und -ärzte berichten, eine der weniger Pflegeeinrichtungen im Landkreis, die das geschafft haben. Überhaupt, die mobilen Impfteams haben großartig gearbeitet, das lief sehr strukturiert und verlässlich ab. Da haben mich anderslautende Meldungen in den Medien schon überrascht.

Inzwischen sind fast alle Bewohnerinnen und Bewohner sowie eine hohe Anzahl unserer Beschäftigten geimpft und damit maximal möglich geschützt. Ich glaube, wir dürfen mittlerweile recht zuversichtlich nach vorne schauen.

Was sind Ihre Erwartungen für die nächsten Monate?

Nun ja, schwer zu sagen. Natürlich wünschen sich alle Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Die Kolleginnen und Kollegen beispielsweise bei der Maskenpflicht und die Angehörigen bezüglich der gegenwärtigen Einschränkungen bei der Besuchszeit. Unsere Bewohnerinnen und Bewohner würden sicherlich gerne wieder umfangreichere Gruppenbetreuungsangebote genießen, Ausflüge unternehmen oder gemeinsam mit ihren Angehörigen ein Stück Kuchen essen.

Ich denke, alle wollen sich einfach wieder freier und unbeschwerter fühlen. Ob und inwieweit die angeordneten Infektionsschutzmaßnahmen dies bald zulassen, muss man abwarten. Die unklare Zukunftsperspektive wird jedenfalls von vielen als große Belastung empfunden. Es gibt, meine ich, schon die Erwartung, dass sich jetzt nach den Impfungen in Kürze auch für die Heime positive Veränderungen ergeben.
       
Gibt es sonst Neuigkeiten aus dem Hermann-Keßler-Stift? 
 

Nicht wirklich neu, aber vielleicht doch erwähnenswert: das Leben im Pflegeheim ist auch in Corona-Zeiten sicher und lebenswert, was an unserer Einrichtung deutlich zu sehen ist. Dennoch scheint es so, dass bei einigen älteren Menschen, die an einem Umzug interessiert sind, diesbezüglich Sorgen und Zweifel bestehen. Natürlich ist das bei so zahlreichen Meldungen über Infektionsausbrüche in Heimen nachvollziehbar. Aber zu meinen Kolleginnen und Kollegen sage ich gern, dass es kaum sicherere Orte als unser Haus gibt – zumindest solange sich alle an unsere Hygienevorgaben halten. Das haben wir getan, denn Infektionsfreiheit wäre sonst unerreichbar gewesen. Und das tun wir natürlich auch weiterhin.

Nach wie vor bieten wir feste Kurzzeit- und Verhinderungspflegeplätze an und verfügen sogar über eine besondere Option für rüstigere Seniorinnen und Senioren. Seit letztem Jahr gibt es bei uns zusammenhängende Zimmer mit eigenem Bad und kleiner Küchenzeile, natürlich mit der im Pflegeheim üblichen Vollversorgung. Wir halten dies gerade für Paare mit unterschiedlichem Pflegebedarf für eine interessante Alternative zum betreuten Wohnen. Ich bin sogar davon überzeugt, dass unsere Betreuungs- und Mitmachangebote einem Vergleich mit diesen Wohnformen locker standhalten. Übrigens: Sie können mit uns jederzeit einen Besichtigungstermin vereinbaren, ein aktuelles negatives Testergebnis genügt.   

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Strauß.    



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