Rathaus-Meldungen
16.10.2020

Verkehrssituation als zentraler Diskussionspunkt

Stadt Lauf lud zu zwei Bürgerversammlungen ein


(Foto: Müller)

(Foto: Müller)

Die städtischen Finanzsituation, aktuelle Entwicklungen im Wohnungsbau, die Generalsanierung der Bertleinschule und die Weiterentwicklung des Laufer Marktplatzes waren nur einige der Themen, über die Bürgermeister Thomas Lang und Mitarbeiter der Verwaltung bei den diesjährigen Bürgerversammlungen informierten.

Coronabedingt waren weniger Lauferinnen und Laufer als sonst – insgesamt rund 80 Personen – zu den Treffs, die dieses Mal in den Turnhallen der Kunigunden- und der Bertleinschule stattfanden, gekommen.

Coronabedingte Ausnahmesituation

Die Pandemie habe einschneidende Veränderungen des öffentlichen Lebens und des Alltags mit sich gebracht, so der Bürgermeister. Geschäfte, Restaurants und Kneipen seien zeitweise ebenso geschlossen gewesen wie Schulen, Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Eine Ausnahmesituation, der man so gut wie möglich begegnet sei – mit Online-Angeboten und Zugeständnissen an die Gastronomen, die beispielsweise ihre Außerbestuhlung erweitern durften, um ihre Umsatzeinbußen etwas abzufangen. Man überlege nun, wie man die Betriebe auch in den Wintermonaten unterstützen könne.

Ausgezahlt habe sich der rechtzeitige Ausbau des digitalen Netzes. Rund zwei Millionen Euro wurden bisher in Glasfaserleitungen investiert; auch das Rathaus und fast alle städtischen Schulen seien bereits angebunden – unerlässlich für eine funktionierende Kommunikation, nicht nur in Zeiten von Homeoffice und Homeschooling.

Generalsanierung der Bertleinschule

Und noch eine gute Nachricht hatte Lang: „Die Arbeiten in der Bertleinschule schreiten voran und bewegen sich im geplanten Kosten- und Zeitrahmen“. Voraussichtlich zum nächsten Schuljahr könne der Betrieb dort wieder aufgenommen werden. Mit der Generalsanierung des Jugendzentrums stehe auch schon eine weitere Großmaßnahe an. Die Bauanträge seien gestellt, die Vergabe der Gewerke werde voraussichtlich im Januar nächsten Jahres erfolgen. Noch keinen Termin gebe es hingegen für den Abriss der ehemaligen Gaststätte am Kunigundenberg; dieser sei erst nach Erteilung des Baurechts für ein neues Gebäude möglich.

Auch in punkto Wohnungsbau sei man in Lauf aktiv und schaffe sowohl in der Kernstadt als auch in den Ortsteilen neuen Wohnraum für unterschiedliche Bedürfnisse und Einkommen. Großes Potential sehe man in Kuhnhof, Neunhof und Schönberg, wo derzeit Baugebiete in Vorbereitung seien.

Wunsch nach mehr Geschwindigkeitskontrollen


Einer der zentralen Diskussionspunkte war, wie auch schon in den Vorjahren,
der Verkehr in der Pegnitzstadt. Nicht nur in Tempo 30-Zonen und verkehrsberuhigten Bereichen wie der Eichenhainstraße, der Kunigundensiedlung oder dem Hämmernplatz seien viele Autofahrer und auch die Stadtbusse oft zu schnell unterwegs, so die Klage mehrerer Bürgerinnen und Bürger. Dem soll nun der neue Zweckverband „Kommunale Verkehrsüberwachung Nürnberger Land“, dem die Stadt Lauf angehört, mit mehr Geschwindigkeitskontrollen entgegentreten. Auch die Situation auf den kombinierten Geh- und Radwegen an der Röthenbacher- und der Nürnberger Straße, auf denen sich Fußgänger und Radfahrer regelmäßig ins Gehege kommen, wolle man prüfen, so Bauamtschefin Annette Nürnberger.

Kontrovers diskutiert wurde das Thema Parken in der Innenstadt. Während sich einige Lauferinnen und Laufer für eine Ausweitung der Fußgängerzone auf den Unteren Marktplatz aussprachen, beklagten Anwohner und Einzelhändler den Mangel an Parkplätzen im Zentrum. Kritik gab es zudem für den schlechten Hygienezustand der öffentlichen Toiletten, Asphaltfugen und zu tief liegende Kanaldeckel in einigen Laufer Straßen.

Für Missfallen sorgen auch einige Jugendliche, die sich an den Laufer S-Bahnhaltestellen treffen, Alkohol und Marihuana konsumieren und auch schon mehrere Sachbeschädigungen begangen haben. Hier, so versichert Bürgermeister Thomas Lang, sei man bereits gemeinsam mit dem Streetworker der Stadt Lauf und der örtlichen Polizei aktiv geworden. Und auch alle anderen Anliegen der Bürgerinnen und Bürger werde man natürlich zeitnah prüfen.  



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