Rathaus-Meldungen
17.07.2020

„Bei uns wusste die rechte Hand immer, was die linke tut“

Marion Boltze verabschiedete sich in den Ruhestand


Das "Dreamteam" - Marion Boltze (links) und Marion Seitz (Foto: Hiller)

Das "Dreamteam" - Marion Boltze (links) und Marion Seitz (Foto: Hiller)

Wenige Wochen nach ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum verabschiedete sich die Leiterin der Kindertagesstätte Bertleinstraße, Marion Boltze, in den Ruhestand.

Bei einem kleinen Empfang im Rathaus feierte sie mit Bürgermeister Thomas Lang, dem Leiter des Fachbereichs Kinder, Bildung und Soziales, Stefan Müller, der pädagogischen Leitung Stefanie Schwemmer und der Personalratsvorsitzenden Ruth Reichel ihren Ausstand.

Und auch ihre bisherige Stellvertreterin, Marion Seitz, die nun die Kindertagesstätte leiten wird, ließ es sich nicht nehmen, der langjährigen Kollegin noch einmal offiziell auf Wiedersehen zu sagen.

„Wir haben uns perfekt ergänzt“

„Ein Dream-Team waren wir, fast wie ein Ehepaar“ – diese Zeile aus dem Abschiedslied, das die Erzieherinnen gemeinsam für Marion Boltze gedichtet hatten, könne sie nur unterschreiben, so Seitz. „Ob es der Erweiterungsbau der Kindertagesstätte bei laufenden Betrieb war, die Einführung einer Zweijährigen-Gruppe oder der Aufbau der Kinderkrippe: in den fast drei Jahrzehnten, die wir zusammengearbeitet haben, haben wir alle Herausforderungen, die auf uns zukamen, gut bewältigt – wohl auch, weil wir uns so perfekt ergänzt haben. Das gelte übrigens für das gesamte Team, in dem jeder offen für Neues sei und sich persönlich einbringe.

Großes Lob gab es auch von Bürgermeister Thomas Lang: „Mit Kompetenz, Professionalität, viel Empathie und Herzblut haben Sie die Bertleinkindertagesstätte geführt, die Ihnen anvertrauten Kinder begleitet und gefördert und ihnen Werte wie Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft vermittelt, die sie auch selbst vorgelebt haben.“

29 Jahre bei der Stadt Lauf

Insgesamt 29 Jahre lang war Marion Boltze bei der Stadt Lauf beschäftigt. Nach dem Fachschulstudium an der Pädagogischen Schule war sie zunächst mehrere Jahre als Kindergärtnerin und Erzieherin in Leipzig tätig, bevor sie in der Kinderkombination Oberwiesenthal eingestellt wurde, deren Leitung sie 1986 übernahm. 1991 wechselte die gebürtige Dresdnerin in den Laufer Bertleinkindergarten, den sie mehr als 23 Jahre lang leitete.

Und sie zog eine durchweg positive Bilanz: „Ich habe mich von Anfang an in Lauf verliebt und durfte mit einem tollen Team zusammenarbeiten, in dem jeder vom anderen lernen konnte. Sehr persönliche Worte fand sie auch für ihre Stellvertreterin und Nachfolgerin Marion Seitz – „Mir ihrer ruhigen Art, ihrer Souveränität und Sachlichkeit hat sie mich geerdet. Wer so einen Partner an der Seite hat, hat Glück!“ Auch wenn man natürlich nicht ständig der gleichen Meinung gewesen sei, habe man an einem Strang gezogen: „Bei uns wusste die rechte Hand immer, was die linke tut.“

„Ein ideales Führungsduo“

Das bestätigte auch Stefan Müller: „Marion Boltze und Marion Seitz waren ein ideales Führungsduo. Im konstruktiven Miteinander haben sie das Team der Bertleinkindertagesstätte stetig weiterentwickelt und die Einrichtung geprägt.“ Besonders hoben er und Stefanie Schwemmer Boltzes Einsatzfreude, ihre Geradlinigkeit und Gewissenhaftigkeit hervor: „Auf Sie konnten wir uns stets verlassen.“ Oder, wie es die Personalratsvorsitzende Ruth Reichel kurz und knapp formulierte: „Bertleinkita – läuft“.

Dass es auch weiterhin in der Einrichtung gut laufen werde, wünscht Marion Boltze dem gesamten Team. Sie selbst freut sich nun, etwas mehr Zeit mit ihren Enkeln zu verbringen und mit ihrem Mann die eine oder andere Reise zu unternehmen. Zudem möchte sie sich verstärkt dem Tierschutz widmen und mit ihrem Hund Eddie, den sie aus einem Tierheim in Kroatien adoptierte, ausgedehnte Waldläufe machen.



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