Rathaus-Meldungen
22.06.2020

Probieren geht auch mit studieren

Stadt Lauf ist Bildungspartner für das Duale Studium Soziale Arbeit


Die Stadt Lauf ist nun offizieller Bildungspartner der IUHB: Bürgermeister Thomas Lang mit der Partnerschaftsurkunde, Paul Sieber, Stefan Müller. Christiane Dolles, Benjamin Westphal und Wulf Weirich (von links nach rechts) im Garten des Jugendzentrums (Foto: Hiller)

Erst studieren oder sofort ins Arbeitsleben starten? – Dass beides gleichzeitig möglich ist, zeigt Paul Sieber.

Vor einem Vierteljahr hat der 25-Jährige sein Bachelorstudium der Sozialen Arbeit an der Internationalen Hochschule Duales Studium (IUBH) in Nürnberg begonnen und damit Theorie und Praxis perfekt miteinander in Einklang gebracht.

So wechseln sich Präsenz- und Onlinekurse an der IUBH mit einer praktischen Ausbildung, die Paul im Laufer Jugendzentrum absolviert, ab – ein Studienmodell, das Bürgermeister Thomas Lang voll und ganz überzeugt: „Das akademische Wissen aus den Vorlesungen und Kursen kann Herr Sieber direkt vor Ort im Jugendzentrum anwenden, gleichzeitig erhalten wir neuen Input von außen, wertvolle Impulse und Anregungen – eine klassische Win-win-Situation.“ 

Das sieht Stefan Müller, Leiter des Fachbereichs Kinder, Bildung und Soziales genauso. Wer schon während seines Studiums praktische Berufserfahrung sammeln könne, habe zudem bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, wie er betont.

Frühzeitig qualifizierte Nachwuchskräfte gewinnen

„Frühzeitig qualifizierte Nachwuchskräfte zu gewinnen, ist uns in Zeiten des Fachkräftemangels ein wichtiges Anliegen“, ergänzt Christiane Dolles, die in der Stadtverwaltung mit der Personal- und Organisationsentwicklung betraut ist.

Aus diesem Grund habe man sich dazu entschlossen, neben der Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten beziehungsweise zum Verwaltungswirt und dem dualen Studium an der Hochschule für den Öffentlichen Dienst in Hof in Kooperation mit der IUBH nun auch eine Praxisstelle für das duale Studium der Sozialen Arbeit zur Verfügung zu stellen.

„Bestenfalls wollen wir Herrn Sieber nach Studienabschluss übernehmen. Somit haben wir einen gut ausgebildeten Mitarbeiter gewonnen, der mit den internen Arbeitsabläufen bereits bestens vertraut ist und keine lange Einarbeitung mehr benötigt“, so Dolles.

Staatlich anerkannter Sozialarbeiter und Sozialpädagoge

Zunächst gilt es für Paul Sieber aber erst einmal, sein dreieinhalbjähriges Studium zum Staatlich anerkannten Sozialarbeiter und Sozialpädagogen zu absolvieren. Neben Pädagogik, Sozialarbeit und Psychologie stehen dort unter anderem auch Supervision und Coaching, Sozialpolitik und Sozialrecht, Statistik, Projekt- und Qualitätsmanagement auf dem Stundenplan.

Ganz besonders interessiert er sich natürlich für den Bereich Jugendarbeit: „Das gewonnene Wissen in der Praxisphase anwenden zu können, wird bestimmt spannend.“

Einiges an Erfahrung bringt er bereits mit. In Arnstadt, nahe Erfurt aufgewachsen, hat er nach dem Fachhochschulabschluss in der Fachrichtung „Gesundheit und Soziales“ zunächst ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Kindertagesstätte abgeleistet und danach bis zu seinem Sozialmanagementstudium ehrenamtlich in einem Jugendclub gearbeitet.

Planung von Projekten und Veranstaltungen

Auch wenn das Jugendzentrum coronabedingt derzeit noch geschlossen ist, gibt es für das Team um Einrichtungsleiter Wulf Weirich einiges zu tun. Über Langeweile kann sich Paul Sieber, der von seinem Kollegen Benjamin Westphal in seine neuen Aufgabenbereiche eingearbeitet wird, also nicht beklagen. Doch natürlich hofft er darauf, dass die JuZ-Villa in der Weigmannstraße ihre Türen bald auch wieder für Besucher öffnen kann und freut sich auf die Projekte und Veranstaltungen, die er dann planen und mitgestalten darf.



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