Rathaus-Meldungen
05.03.2020

„Die Feuerwehr gehört zu meinem Leben dazu“

Helmut Meyer ist seit 80 Jahren Mitglied der Laufer Einsatztruppe


Helmut Meyer (6. von links) im Kreise der Gratulanten: Thomas Wanke, Harald Grillenberger, Daniel Bösch, Manfred Koppe, Bürgermeister Benedikt Bisping, Oliver Heinecke, Thomas Häußler, Heinz Ziegler und Harald Pinzer (von links nach rechts). (Foto: Hiller)

Seit 157 Jahren gibt es die Laufer Feuerwehr, mehr als die Hälfte der Zeit ist Helmut Meyer dabei. 80 Jahre, davon 44 im aktiven Dienst, ist der 93-Jährige nun Mitglied der Wehr – ein Jubiläum, das so selten ist, dass es gar keine entsprechende staatliche Auszeichnung gibt. Gefeiert wurde aber dennoch – mit den Kameraden auf der Wache, die Helmut Meyer eine Urkunde des Feuerwehrvereins überreichten, und bei einem Empfang im Büro des Bürgermeisters Benedikt Bisping.

Neben dem Kommandanten der Laufer Wehr, Oliver Heinecke, und seinem Stellvertreter Daniel Bösch waren auch ihre Vorgänger Harald Pinzer und Harald Grillenberger sowie der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Thomas Häußler, und der Leiter des städtischen Ordnungsamts, Thomas Wanke, zu der kleinen Feier gekommen.

Und auch Meyers langjähriger Feuerwehrkamerad Manfred Koppe und Heinz Ziegler, der vor kurzem mit dem Große Ehrenzeichen des Freistaats für 50 Jahre im aktiven Feuerwehrdienst ausgezeichnet wurde, ließen es sich nicht nehmen, dem Jubilar persönlich zu gratulieren.

Dienstantritt im September 1939

Schon im Alter von dreizehn Jahren trat Helmut Meyer im September 1939 seinen Dienst bei der Laufer Wehr an. „Nachdem zu Beginn und während des Krieges in den Städten und Ortschaften Rettungskräfte fehlten, gab es für die Jugend zwei Alternativen: Pflichtmitgliedschaft in einer Sanitätskolonne oder bei Feuerwehr“, erzählt er. Die Entscheidung fiel nicht schwer, schließlich waren schon sein Vater und sein Onkel Feuerwehrleute.  

Als Jugendlicher nach Bombenangriffen gleich bei mehreren Löscheinsätzen in Nürnberg vor Ort, hat er das Feuerwehrhandwerk von der Pike auf gelernt und sich im Laufe der Jahre in den verschiedensten Gefahrensituationen beweisen müssen – als Oberlöschmeister, später als Maschinist und stellvertretender Zugführer und von 1959 bis 1984 als stellvertretender Kommandant.

Gründung einer Feuerwehr-Jugendgruppe

Gemeinsam mit dem damaligen Kommandanten Georg Beck habe Helmut Meyer vieles auf den Weg gebracht, wie man sich in der Runde erinnerte. So sei auf ihre Initiative 1965 in Lauf eine der ersten Feuerwehr-Jugendgruppen in ganz Bayern gegründet worden und auch für das Feuerwehrgerätehaus in der Pegnitzstraße, das 1987 bezogen wurde, hätten sie sich stark gemacht.

Georg Beck und Helmut Mayer seien „Macher“ gewesen, die stets mit Leidenschaft bei der Sache gewesen seien und sich darüber hinaus hervorragend ergänzt hätten, fassten Oliver Heinicke und Daniel Bösch zusammen. „Beck, der Schornsteinfegermeister, der jedes Gebäude in Lauf in- und auswendig kannte und die Feuerwehr mit einer klaren Autorität führte und Meyer, der ruhende Pol, der es verstand zu vermitteln und immer ein offenes Ohr für die Mannschaft hatte.“

„Sie sind ein großes Vorbild für uns alle“

„Sie sind ein großes Vorbild für uns alle. Sie haben Verantwortung übernommen und sich ihrem Ehrenamt mit viel Energie und Tatkraft gewidmet“, lobte Bürgermeister Benedikt Bisping. Nach wie vor sei Meyer der Laufer Feuerwehr verbunden und bei Mitgliederversammlungen und Kameradschaftsabenden präsent.

Und auch Dienstuniform und -Mütze trägt der Rentner bei offiziellen Anlässen mit Stolz. „Wer zur Feuerwehr geht, muss mit Freude und ganzem Herzen dabei sein“, betonte er. So habe er neben seiner beruflichen Tätigkeit als Mechaniker bei der Laufer Firma Bezeg (heute: ABL-Sursum) und dem Amt als stellvertretender Kommandant kaum Zeit für Hobbys gehabt – eine Tatsache, die er nicht bedauert, denn „die Feuerwehr Lauf, auf die ich sehr stolz bin, gehört zu meinem Leben dazu“.




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