Rathaus-Meldungen
11.06.2019

Gartenabfälle gehören nicht in Wald und Flur

Natürliche Vegetation wird durch organisches Material beeinträchtigt


Wilde Müllkippen können das ökologische Gleichgewicht empfindlich stören

Wilde Müllkippen können das ökologische Gleichgewicht empfindlich stören (Foto: Wölfel)

Wer einen Garten hat, steht immer wieder einmal vor der Frage: Wohin mit dem Hecken- und dem Baumschnitt oder dem Laub. Die Antwort ist eigentlich einfach: Gartenabfälle gehören auf den Komposthaufen. Sie bilden die Grundlage für eine natürliche Düngung von Rasen, Bäumen, Blumen und anderen Pflanzen.

Kleinere Mengen an Pflanzenabfällen kommen ebenso wie pflanzliche Speisereste in den Biomüllbehälter. Gartenabfälle, die nicht vor Ort kompostiert werden können, nehmen die Wertstoffhöfe in Lauf (Bauhof neben der Kläranlage, Brücke West) und in der Kreismülldeponie in Neunkirchen an.
Beeinträchtigung des ökologischen Gleichgewichts

Leider kommt es aber immer wieder vor, dass Anwohner waldnaher Siedlungen ihre Gartenabfälle wild entsorgen. Vermutlich tun sie das mit gutem Gewissen; schließlich geben sie organisches Material in den Naturkreislauf zurück. Doch das Lagern von Gartenabfällen im Wald ist aus gutem Grund verboten, da es nicht nur das Landschaftsbild verschandelt, sondern auch dem Naturhaushalt nachhaltigen Schaden zufügt:

  • Die Abfälle überlagern und zerstören die ursprüngliche Vegetation. So breiten sich importierte (Zier-)Pflanzen, deren Samen durch die Gartenabfälle in die freie Natur gelangt sind, mehr und mehr aus und verdrängen zum Teil die heimischen Gewächse. Arten wie der Verbrennungen verursachende Riesen-Bärenklau oder das indische Springkraut stellen mittlerweile landkreisweit ein großes Problem dar.

  • Bei der Gärung und Fäulnisbildung austretende Sickersäfte und chemische Rückstände von Dünge-, Pilz- oder Unkrautbekämpfungsmitteln, die sich oft im anhängenden Erdreich der Pflanzenabfälle befinden, können in den Boden und das Grundwasser gelangen und auch die Stoffkreisläufe der Bäche und der mit eingebundenen Fischteichanlagen empfindlich stören.
  • Durch die Zersetzung der Pflanzenabfälle kommt es zur Überdüngung des Bodens. Ungewollte, stickstoffliebende Pflanzen breiten sich in der Folge großflächig aus.


Nach dem Bayerischen Abfallwirtschaftsgesetz ist es strafbar, Gartenabfälle in freier Natur zu entsorgen, und wer absichtlich Wald und Flur verunreinigt, muss mit Bußgeldern und Entsorgungskosten von bis zu 50 000 Euro rechnen.



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