Rathaus-Meldungen

19.01.2023

Pressemitteilung: Stadt Lauf baut neuen Entlastungskanal in der Hersbrucker Straße

Leider kann es bei Starkregen zu Überschwemmungen im Bereich der Hersbrucker Straße und Heuchlinger Hauptstraße in Lauf kommen


Als Alternative zur äußerst aufwändigen Sanierung beziehungsweise Vergrößerung des Kanals im Stadtgraben soll nun ein Entlastungskanal zur Pegnitz gebaut werden. Durch den Kanalbau wird das Überschwemmungsrisiko stark reduziert und das weiterführende Kanalsystem in der Altstadt entlastet.
Geplant ist, im Einmündungsbereich der Heuchlinger Hauptstraße einen Regenüberlauf zu errichten, der das überschüssige Wasser ab einer gewissen Rückstauhöhe in den Entlastungskanal leitet.

Dieser Kanal soll innerhalb der Hersbrucker Straße bis zur Einmündung zwischen E-Center und Tankstelle verlaufen. In diesem Einmündungsbereich wird ein Schachtbauwerk errichtet, welches das Wasser nach Süden in Richtung Pegnitz leitet. Im Uferbereich der Pegnitz wird ein Bauwerk errichtet, aus dem das Regenwasser im Entlastungsfall in die Pegnitz fließen kann.
Als erster Schritt der geplanten Maßnahme müssen noch im Januar mehrere Bäume am Pegnitzufer südlich des Edeka Marktes entfernt werden. Dieser Arbeitsschritt beginnt am kommenden Montag, 23. Januar 2023, und kann bis einschließlich Dienstag, 24. Januar 2023, dauern. Die Verarbeitung der Bäume ist aus terminlichen Gründen für Anfang Februar vorgesehen. Es kann jeweils zu Einschränkungen in der Erreichbarkeit der Siechenlohstraße kommen.

Die Arbeiten beginnen im Frühjahr 2023 mit dem Aufbau der Verkehrssicherung und dem Bau der Fahrbahnprovisorien. Im Anschluss erfolgt bis Anfang Sommer die notwendige Umverlegung der Wasser- und Gasleitung. Bevor im August die Vorbereitungen für den Kanalbau beginnen, werden die beiden Baugruben in den Einmündungsbereichen hergestellt.
Die Hauptstrecke zwischen den beiden Gruben wird mittels Rohrvortrieb im Dauerbetrieb inklusive Nacht- und Wochenendarbeit hergestellt. Dies ist notwendig, weil durch die Nähe zur Ranna-Leitung (Hauptwasserleitung der Stadt Nürnberg) nur ein kurzes Zeitfenster für die Arbeiten freigegeben wurde. Nach Abschluss der Vortriebsarbeiten müssen die Arbeiten im Winter 2023/2024 wetterbedingt unterbrochen werden.
Ab dem Frühjahr 2024 werden die notwendigen Schachtbauwerke hergestellt. Im Sommer 2024 wird die Maßnahme mit der Wiederherstellung der Hersbrucker Straße abgeschlossen.
Für den Straßenbau wird es notwendig sein, Teilbereiche für den Verkehr an wenigen Tagen vollständig zu sperren.

Auswirkungen auf den Verkehr in der Hersbrucker Straße und die Heuchlinger Hauptstraße
Im Bereich der Baugruben müssen Fahrbahnprovisorien errichtet werden, um den Verkehr weiterhin ohne zusätzliche Ampelanlage steuern zu können. Dies hat die Verlegung der Bushaltestelle beim E-Center zur Folge. Die Heuchlinger Hauptstraße wird für die Dauer der Arbeiten zur Einbahnstraße, in die nur noch aus Richtung Osten kommend eingebogen werden darf. Das links abbiegen aus der Stadt kommend oder das Ausfahren ist aus Sicherheitsgründen nicht mehr gestattet. Die Wiederherstellung der Oberflächen muss unter halbseitiger Sperrung erfolgen. Dafür kommt eine zusätzliche mobile Ampel zum Einsatz. Da unter diesen Voraussetzungen die Arbeiten während des Tages-verkehrs nicht ausgeführt werden können, wird es im Sommer 2024 nochmals zu Nachtarbeiten kommen.

Nachtarbeit wird im Oktober 2023 und im Sommer 2024 kurzzeitig notwendig
Wie bereits beschrieben muss auch nachts gearbeitet werden. Die notwendige Nachtarbeit bezieht sich voraussichtlich auf ein Zeitfenster von zwei Wochen im Oktober 2023 und wenige Tage im Sommer 2024. Lediglich zum Ende des zweiwöchigen Zeitfensters ist mit einer erhöhten Geräuschkulisse zu rechnen, wenn die Vortriebsmaschine mittels Autokran aus der Zielbaugrube (Heuchlinger Hauptstraße) ausgehoben wird. Die übrige Zeit werden die Arbeiten zu normalen Arbeitszeiten und unter Einhaltung der Grenzwerte für Lärmemissionen durchgeführt. Die Deckenbauarbeiten sind auf wenige Tage und somit zwei bis drei Nächte begrenzt.

Gutachter erstellt Fotodokumentation
Sobald Arbeiten mit schweren Geräten ausgeführt werden und mechanische Kräfte auf den Boden einwirken, entstehen zwangläufig Erschütterungen. Wie stark diese ausfallen, kommt auf den Untergrund, das jeweilige Verfahren und die notwendige Kraft an.
Im Vorfeld der Arbeiten wird durch ein Gutachter eingesetzt, der bereits vorhandene Schäden – etwa Risse oder Abplatzungen – dokumentiert. Falls es dazu kommen sollte, würde dieser Fachmann im Auftrag der Stadt auch mögliche neue Schäden begutachten.
Während der Baumaßnahme sind Messungen vorgesehen, um die Gefahr von Schäden zu minimieren. Konkret sollen sogenannte Erschütterungsmessungen durchgeführt werden, bei denen in Echtzeit die Schwingungen in einem Haus gemessen werden können. Des Weiteren werden im näheren Umfeld des jeweiligen Bauabschnitts Setzungsmessungen durchgeführt. Hier wird direkt entlang der Vortriebstrasse oder der Baugrube gemessen, ob es zu Setzungen des Untergrunds kommt. Sollten während den Arbeiten Messwerte auftreten, bei denen Schäden an Gebäuden zu erwarten sind, können die Arbeiten direkt gestoppt werden und somit Schäden vermieden werden. Sollten Sie von einer der Maßnahmen betroffen sein, werden Sie durch die Stadt Lauf oder direkt durch den beauftragten Gutachter kontaktiert, um einen entsprechenden Termin zu vereinbaren.

Bei Fragen zu den bevorstehenden Arbeiten oder auch während der Ausführung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Für allgemeine Fragen schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an folgende Adresse:
Opens window for sending emailentlastungskanal-hersbrucker(at)lauf.de
Bei akuten Fragen können Sie uns unter der 09123/184-153 erreichen.



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