Rathaus-Meldungen

03.08.2022

Energiekrise: Stadt Lauf überprüft Einsparpotenziale und gibt erste Maßnahmen bekannt

Vorbereitungen für Herbst und Winter


Die bundesweite Energiekrise trifft auch die Stadt Lauf. Bürgermeister Thomas Lang und die Stadtverwaltung befinden sich dauerhaft im engen Austausch mit den Städtischen Werken Lauf, zum Thema Energiekrise wurde außerdem ein Arbeitskreis gebildet. Die Strategie der Stadt sieht vor, erstens Einsparpotentiale zu erkennen, zweitens Maßnahmen umzusetzen und drittens die Stadt für den kommenden Herbst und Winter krisensicher zu machen.

Bereits seit Wochen werden sämtliche Bereiche auf Einsparpotentiale überprüft. Erste Schritte wurden mittlerweile umgesetzt. So werden seit Mitte Juli die beiden großen Becken des Laufer Freibads nicht mehr mit Erdgas beheizt. Das Freibad hatte im Mai bereits später als geplant geöffnet, um bei zum damaligen Zeitpunkt mäßigen Wetter nicht unnötig Energie zu verbrauchen. Nicht betroffen von dieser Einsparung ist das Babybecken, das durch Solarthermie beheizt wird.
Durch diese Entscheidungen kann eine beachtliche Menge an Gas eingespart werden, damit verbunden sind auch geringere Kosten für die Stadt. Bürgermeister Lang bittet die Badegäste um Verständnis. Er weiß aber auch, dass viele Bürgerinnen und Bürger diese Entscheidung mittragen.

Zudem sollen die Heizungen in städtischen Einrichtungen auf die Mindesttemperatur abgesenkt werden. Derzeit wird geprüft, inwieweit das in den verschiedenen Einrichtungen möglich ist. Die Außenbeleuchtung von Johanniskirche, Kaiserburg sowie weiteren historischen Gebäuden wird demnächst abgeschaltet.

Im neu aufgelegten Klimaschutzprogramm der Städtischen Werke gibt es beispielsweise Zuschüsse für energieeffiziente Haushaltsgeräte und Heizungsumstellungen. Auf das Umrüsten von Heizungen auf Erdgas wird es jedoch aus nachvollziehbaren Gründen künftig keine Zuschüsse mehr geben.

Aktuell werden weitere Schritte geprüft. So könnte gegebenenfalls die Straßenbeleuchtung zu bestimmten Uhrzeiten abgeschaltet werden. Mehrere Laufer Schul-Hallenbäder könnten übergangsweise geschlossen werden. Möglicherweise werden auch weitere öffentliche Einrichtungen zeitweise geschlossen oder Räume im Rathaus oder Bildungseinrichtungen nicht mehr genutzt, um Heizkosten zu sparen. Bei allen Maßnahmen wägt die Stadt Vor- und Nachteile sorgsam ab. Sobald weitere Maßnahmen beschlossen werden, wird die Stadt darüber informieren.

Um sich für den Winter oder eine Zuspitzung der Krise vorzubereiten, hat die Stadt Lauf Notstromaggregate bestellt und sie legt Vorräte an Heizmaterialen und Treibstoff an. Die Versorgungssicherheit kritischer Infrastruktur genießt absolute Priorität. Die Stadt Lauf weist darauf hin, dass die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr jederzeit und uneingeschränkt gewährleistet sein wird. Auch die Versorgungssicherheit mit Wasser und die Entsorgung von Abwasser bleiben gewährleistet, die Stadt befindet sich wie bei anderen Themen auch hier im Austausch mit dem Landratsamt, das im Ernstfall als zuständige Behörde fungiert.

Nicht nur die Stadtverwaltung ist gefordert. Der Bürgermeister ruft die Laufer Bevölkerung dazu auf, eigenverantwortlich mitzuhelfen und möglichst Energie zu sparen. Das gilt sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich. Jeder Bürger sollte seinen Wasser- und Stromverbrauch überprüfen und anpassen und auch beim Heizen möglichst sparsam sein. Das Ziel sei es, dass sowohl die Bevölkerung als auch die Wirtschaft möglichst gut durch die Krise kommen, sowohl finanziell als auch im Sinne der Grundversorgung, so Bürgermeister Lang. Es müsse verhindert werden, dass Unternehmen durch Energieknappheit Produktionsausfälle hätten und dadurch letztlich auch Arbeitsplätze gefährdet werden. Wer Energie spart, hat dadurch nicht nur niedrigere Kosten, sondern hilft auch der Wirtschaft.

Die Städtischen Werke bieten allen Bürgern eine kostenlose Energieberatung für Privathaushalte unter Telefon 09123/173-0 an. Die Städtischen Werke werden beim Laufer Brunnenfest am 25. September wieder mit einem Stand präsent sein, Bürger können sich dort zu sämtlichen Themen rund um Energie und Wasser informieren und beraten lassen.




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