Rathaus-Meldungen

09.05.2022

Aktion des Fachbereichs Familie & Bildung zum „Tag der Kinderbetreuung“

Erzieherinnen leisten wertvolle Arbeit und erhalten ein Dankeschön von der Verwaltung


Foto: Bürgermeister Thomas Lang und der Leiter des Fachbereichs Familie & Bildung, Stefan Müller, überraschten die Erzieherinnen der Kita am Schönberger Weg mit einer Aufmerksamkeit zum Tag der Kindererziehung (Foto: A. Kirchmayer)

Bürgermeister Thomas Lang und der Leiter des Fachbereichs Familie & Bildung, Stefan Müller, überraschten die Erzieherinnen der Kita am Schönberger Weg mit einer Aufmerksamkeit zum Tag der Kindererziehung (Foto: A. Kirchmayer)

Foto: Katja Neuert ist Erzieherin mit Leib und Seele. Sie arbeitet in der Kita in Heuchling, Innenbereich. (Foto: A. Kirchmayer)

Katja Neuert ist Erzieherin mit Leib und Seele. Sie arbeitet in der Kita in Heuchling, Innenbereich. (Foto: A. Kirchmayer)

Foto: Katja Neuert ist Erzieherin mit Leib und Seele. Sie arbeitet in der Kita in Heuchling, Außenbereich. (Foto: A. Kirchmayer)

Katja Neuert ist Erzieherin mit Leib und Seele. Sie arbeitet in der Kita in Heuchling, Außenbereich. (Foto: A. Kirchmayer)

Der helle, bunt gestaltete Raum steckt voller Leben. Die Kinder wuseln und toben herum, sie spielen miteinander und nutzen die vielen Möglichkeiten, die das Zimmer bietet. Katja Neuert behält den Überblick. Sie ist Erzieherin mit Leib und Seele. Die 31-Jährige hat als Kind selbst den Heuchlinger Kindergarten besucht, nun arbeitet sie dort schon seit 14 Jahren. Es ist ihr Traumberuf. Direkt nach der Schule wollte sie etwas Praktisches machen und absolvierte die Ausbildung zur Kinderpflegerin.

Das Klischee, dass Erzieher einen einfachen Job haben, weil sie nichts tun und die Kinder den ganzen Tag einfach spielen lassen, kennt Neuert natürlich. Darüber kann sie nur schmunzeln. „Ich habe die Kinder im Blick. Was tun sie, was brauchen sie, welche Interessen haben sie?“ Neuert und ihre Kollegen schauen beim sogenannten „pädagogischen Freispiel“ natürlich nicht nur zu, sie reagieren gezielt auf die Ansprüche der einzelnen Kinder und motivieren sie, sich mit bestimmten Spielzeugen zu beschäftigen oder sich mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen. „Wir versuchen, auf die Bedürfnisse und Interessen der Kinder einzugehen“, sagt Neuert. „Wir wollen ja individuelle Persönlichkeiten.“

Auch Bürokratie gehört zur Arbeit. Zu jedem der 25 Kinder in ihrer Gruppe notiert Neuert jeden Tag, wie es sich entwickelt, ob es beispielsweise Fortschritte in der Motorik oder der sozial-emotionalen Entwicklung gemacht hat. Wenn zum Beispiel ein Kind das erste Mal seine Brotdose selbst öffnet und das dann auch mitteilt, ist das doppelt interessant. Täglich geht locker eine Stunde nur für die Entwicklungsdokumentation drauf. Das Konzept in Kindergärten hat sich schon vor Jahren geändert, sagt Neuert. Früher versuchte man, Kindern anhand von täglichen Programmen stärker vorzugeben, wie der Tag abläuft. Heute richtet man sich viel mehr danach, was die Kinder brauchen, um ihre Persönlichkeit zu entfalten. Das Gefühl von Geborgenheit und Wärme kommt dabei natürlich nicht zu kurz, dafür sorgen die gut ausgebildeten Mitarbeiter. Natürlich kommt es beim Spielen immer mal wieder zu einem Streit. Neuert beobachtet dann erst, die Kinder sollen schließlich selbst lernen, Konflikte zu lösen. Wenn das nicht klappt, geht sie in den Dialog und konfrontiert die Kinder damit, wie sie sich fühlen.

Acht Vollzeitkräfte gibt es in der Kita in Heuchling. Sie kümmern sich um eine Krippengruppe und zwei Kita-Gruppen mit bis zu 26 Kindern. Bis 17 Uhr hat die Einrichtung geöffnet, die meisten Kinder werden im Lauf des Nachmittags abgeholt.
Zwar wird es auch einmal anstrengend, vor allem montags nach einem verregneten Wochenende, wenn die Kinder besonders aufgedreht sind. Aber tauschen will sie nicht, dafür ist die Arbeit zu erfüllend. Die Kinder über Jahre zu begleiten, sie fit zu machen für die Schule und mitzuerleben, was sie in diesen intensiven Lebensjahren alles lernen, „das ist einfach schön“, sagt Neuert.
Auch sie lernt immer noch dazu, wenn ihr Kinder von ihren Interessen erzählen. Außerdem ist es eine abwechslungsreiche Tätigkeit, sagt die 31-Jährige. „Kein Tag ist wie der andere, man weiß in der Früh nie, was kommt.“ Oft ist sie erstaunt, was die Kinder alles schon wissen und lernt selbst noch dazu.

Wenn die Kinder die Kita verlassen, sollen sie fit sein für die Grundschule. Dabei geht es längst nicht nur um Fachwissen, sondern auch um die emotionale Reife. Die Kinder sollen Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl entwickeln.
Katja Neuert leistet wertvolle Arbeit, ist dabei aber nur eine von vielen. Insgesamt 112 Kinderpfleger, Erzieher und pädagogische Fachkräfte sind bei der Stadt angestellt und betreuen mehr als 520 Kinder in acht Einrichtungen.

Im Rathaus weiß man, was man am Personal in den städtischen Kitas hat. „Als Träger der städtischen Kindertageseinrichtungen schätzen wir den wertvollen Einsatz unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sehr. Jedes Kind als Individuum wahrzunehmen und auf die Interessen jedes Einzelnen einzugehen ist eine Herausforderung, die sie jeden Tag aufs Neue meistern“, sagt Stefanie Schwemmer, die Pädagogische Leitung im Fachbereich Familie & Bildung. „In einer vertrauensvollen Beziehung begleiten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Kinder mit Wertschätzung, Fürsorge und Wärme durch ihre Kindergartenzeit und bereiten sie auf die Schule vor.“

Am heutigen Montag ist der bundesweite Tag der Kinderbetreuung. Das nahm der Fachbereich Familie & Bildung zum Anlass, sich bei den Erziehern der Laufer Kitas für ihre wertvolle Arbeit zu bedanken. Jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin, größtenteils handelt es sich um Frauen, bekam von Fachbereichsleiter Stefan Müller und seinem Team eine Blume und einen Gutschein für ein Team-Event überreicht. Jedes Kita-Team kann sich selbst aussuchen, wie der Gutschein für eine gemeinsame Freizeit-Aktivität genutzt wird.

Stellvertretend für alle kommunalen Kitas in Lauf besuchte Bürgermeister Thomas Lang die Einrichtungen in Heuchling und am Schönberger Weg. Auch er betonte die hohe Wertschätzung, die die Erzieher im Rathaus genießen. In den Einrichtungen würden Werte für das gesamte Leben vermittelt und der Charakter der Kinder geprägt. „Unsere Kitas sind nicht nur Bildungseinrichtungen, sie sind Herzenseinrichtungen“, so Lang.



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