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14.11.2022

Neue Kronen für die Laufer Kunigunden

Gemeinschaftsarbeit aus den Werkstätten der Rummelsberger Diakonie


Max Schmid und Jaqueline Heiger (1. und 2. von rechts) übergaben die neuen Kronen an Bürgermeister Thomas Lang (Mitte) und die Kunigundenfest-Leiterinnen Irene Mierzwa (links) und Doris Trini-Maschler (2. von links). Foto: Hiller

Max Schmid und Jaqueline Heiger (1. und 2. von rechts) übergaben die neuen Kronen an Bürgermeister Thomas Lang (Mitte) und die Kunigundenfest-Leiterinnen Doris Trini-Maschler (2. von links) und Irene Mierzwa (links). Foto: Hiller

Wer die beiden diesjährigen Laufer Kunigunden Laura Hoppe und Scarlett Bürner bei ihren nächsten Auftritten etwas genauer ansieht, wird es vielleicht bemerken: Beide tragen nagelneue, mit Perlen und Swarowski-Glassteinen versehene Kronen aus Messing.

Gefertigt wurden die Reichsinsignien in der Rummelsberger Diakonie – in Teamarbeit der Auszubildenden, die tatkräftig von Christian Pruy, ihrem Fachgruppenleiter Metall, und Ausbildungsmeister Jürgen Gebhard unterstützt wurden. Denn das ganze Unterfangen gestaltete sich schwieriger als anfangs gedacht. Lange tüftelte man beispielsweise an einer Methode, um die Kronen an verschiedene Kopfformen anzupassen, schließlich sollen sie ja auch von den künftigen Kunigunden getragen werden. Mehrere Anfragen bei der Firma Uvex, die Schutzhelme verschiedenster Art herstellt, führten zu der Idee, die kaiserlichen Kopfbedeckungen mit größenverstellbaren Schaumstoffpolstern, die bei Bedarf entfernt werden können, zu versehen. Und auch bei der Lackierung der Kronen wurde nichts dem Zufall überlassen. Da Messing mit der Zeit oxidiert, aber keinen Lack annimmt, wenn es poliert ist, wurde in einem Forum für Lackierer recherchiert und schließlich eine Spezialversiegelung gefunden, die den Glanz der Kronen noch besser zur Geltung bringt.

Entwurf im Liliendesign

Für den Entwurf der Kronen war Max Schmid, der bei der Rummelsberger Diakonie eine Ausbildung zum technischen Produktdesigner macht, zuständig. Gemeinsam mit seiner Ausbilderin im technischen Produktdesign, Heidi Stiegler, informierte er sich im Internet über verschiedene Kronenformen, bevor er sich ans Zeichnen machte. Verschiedene Entwürfe für eine sogenannte Lilienkrone wurden angefertigt, den schönsten setzte die angehende Industriemechanikerin Jaqueline Heiger mit ihren Azubi-Kollegen an der Werkbank um.

Nicht nur Bürgermeister Thomas Lang und Susanne Lärtz aus dem Laufer Kulturamt, die die Kronen in Auftrag gegeben hatte, zeigten sich begeistert von dem Design. auch die beiden Festleiterinnen Doris Trini-Maschler und Irene Mierzwa freuten sich riesig über das tolle Ergebnis des Gemeinschaftswerks, an dem die Rummelsberger rund vier Monate lang gearbeitet hatten, wie der Regionalleiter für berufliche Bildung, Matthias Wagner, erzählte. Und weil das Ganze für die Beteiligten laut Christian Pruy ein „echtes Herzensprojekt“ war, gab es zu den Kronen noch eine mit viel Liebe zum Detail gefertigte Aufbewahrungsbox aus Holz dazu.



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