Auf dem Laufenden
22.09.2022

Spatenstich für das Senioren- und Angehörigenzentrum „mittendrin“

Neue Laufer Tagespflegeeinrichtung soll im September 2023 den Betrieb aufnehmen


Baustart für das Senioren- und Angehörigenzentrum: Kristina Diehl (links), Bauleiter Heinz Scheuenstuhl  (3. von links), Richard Knauer (4. von links) Bürgermeister Thomas Lang, Adolf Pohl mit den Stadträten Karl-Heinz Herrmann, Joachim Wartha, Gertrud Behrmann-Haas und Manfred Weber (von links) beim symbolischen Spatenstich. (Foto: Hiller)

Baustart für das Senioren- und Angehörigenzentrum: Kristina Diehl (links), Bauleiter Heinz Scheuenstuhl (3. von links), Richard Knauer (4. von links) Bürgermeister Thomas Lang, Adolf Pohl mit den Stadträten Karl-Heinz Herrmann, Joachim Wartha, Gertrud Behrmann-Haas und Manfred Weber (von links) beim symbolischen Spatenstich. (Foto: Hiller)

Die Bauarbeiten für das Laufer Senioren- und Angehörigenzentrum „mittendrin“ im Stadtteil Lauf links haben begonnen. Gemeinsam mit der Geschäftsführerin der neuen Einrichtung, Kristina Diehl, und Vertretern der beteiligten Planungsbüros und Baufirmen setzten Bürgermeister Thomas Lang, Projektleiter Richard Knauer und der Seniorenbeauftragte Adolf Pohl am 21. September den symbolischen Spatenstich.

Und auch Mitglieder des Stadtrats und Mitarbeiter der Stadtverwaltung waren auf das Gelände an der Ecke Kehrstraße / Fasanenstraße gekommen, auf dem die Tagespflegeeinrichtung für ältere Menschen mit und ohne demenzielle Erkrankungen entsteht.

„Wir packen hier ein Zukunftsthema an“, betonte der Bürgermeister. Lebten im Jahr 2017 rund 2.700 demenzkranke Personen im Nürnberger Land, werde die Zahl laut einer Erhebung des Landkreises bis zum Jahr 2030 auf über 3.400 Personen und damit um 26 % steigen.
Auf diese Entwicklung gelte es sich einzustellen und bedarfsgerechte Betreuungsmodelle für die ältere Generation zu entwickeln. Und das schließe auch Angebote für Senioren, die zu Hause alt werden möchten, ein. Mit dem Bau des Senioren- und Angehörigenzentrums setze man Maßstäbe für die Tagespflege und die Begleitung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen.

Tagespflege für Menschen mit und ohne demenzielle Erkrankungen

In der teilstationären Einrichtung, die im September 2023 den Betrieb aufnehmen soll, wird es keine Ein- oder Zweibettzimmer, sondern nur gemeinschaftliche Aufenthaltsräume geben. Dort können Menschen mit Demenz, aber auch andere Pflegebedürftige aus Lauf und Umgebung betreut werden.

Die Betreiberin Kristina Diehl ist Psychologin, Gerontologin (Alterswissenschaftlerin) und Expertin auf dem Gebiet der Demenz. Sie forscht am Universitätsklinikum Erlangen zum Thema psychosoziale Therapien von Menschen mit Demenz. „Unser Ziel ist es, das Fortschreiten der Demenzerkrankung zu verlangsamen, Menschen mit Demenz länger ein selbstständiges Leben zu ermöglichen und ihre Lebensqualität zu verbessern“, erläutert die 48-Jährige. Sie will die Betroffenen nicht isolieren, sondern sie in die Gesellschaft integrieren.

Das Senioren- und Angehörigenzentrum sei für sie die Erfüllung eines lange gehegten Traums, so die Lauferin. 2020 hatte sie Bürgermeister Thomas Lang und dem Seniorenbeauftragten Adolf Pohl ihr Konzept für die Tageseinrichtung, das sie gemeinsam mit einer Studienkollegin erarbeitet hatte, vorgestellt. Und beide waren von der Idee ebenso überzeugt wie der Leiter des Fachbereichs Familie und Bildung, Stefan Müller, und Bauamtsleiterin Annette Nürnberger, die das passende Grundstück für das Vorhaben fand.

Bau- und Erschließungskosten in Höhe von 1,4 Millionen Euro

Eine Summe von 1,4 Millionen Euro sei für das Bauprojekt inklusive Erschließung einer Zufahrtsstraße und Parkplätzen veranschlagt, wie Richard Knauer ausführte. Das Gebäude, das eine Grundfläche von rund 330 Quadratmetern hat, wird in Holzständerbauweise errichtet, barrierefrei und demenzsensibel geplant.

Neben der Tagespflege will Kristina Diehl in dem Zentrum, in dem neben ihr noch sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig sein werden, auch die sogenannte MAKS®-Therapie, ein Aktivierungsprogramm zum Erhalt der geistigen und sozialen Fähigkeiten anbieten. Ebenso wie Fortbildungen für professionelle Pflegekräfte, Schulungen und Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige.

„Wir bohren hier dicke Bretter“, fasste der Seniorenberater Adolf Pohl zusammen. Und dieses Projekt solle erst der Anfang sein, schließlich werde der Bedarf an seniorengerechtem Wohnraum in den kommenden Jahren noch steigen. Man brauche also zusätzliche individualisierte Angebote für die ältere Generation. Und hier sei nicht nur die Stadt Lauf, sondern auch der Landkreis in der Pflicht.



< Vorheriger Artikel

« zurück
Anzeigen
Ihre Anzeige auf lauf.de?
Kontakt



Herausgeber und verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist die Stadt Lauf a.d. Pegnitz