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02.06.2021

Pressemitteilung: ABL plant neuen Firmencampus in Lauf

Waldstück soll eingegliedert werden


Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde über den geplanten Bau des neuen ABL-Firmencampus und die Eingliederung eines bislang gemeindefreien Gebiets informiert (Foto: ABL)

Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde über den geplanten Bau des neuen ABL-Firmencampus und die Eingliederung eines bislang gemeindefreien Gebiets informiert (Foto: ABL)

ABL plant den Bau eines neuen Firmencampus in Lauf. Er soll auf einer Fläche zwischen BAB A9, AS Lauf Süd und der Staatstraße St2240 entstehen, da am aktuellen Standort keine ausreichenden Möglichkeiten zur Erweiterung bestehen. Konkret beziffern die Planer den Flächenbedarf auf acht Hektar. Ein bislang gemeindefreies Gebiet soll nun eingegliedert werden, um den Umzug des Unternehmens und die notwendige Expansion zu ermöglichen.  

Im Jahr 1925 erfand Firmengründer Albert Büttner den sogenannten Schuko-Stecker („Schutz-Kontakt-Stecker“). Seitdem entwickelt und produziert ABL Produkte in den Bereichen Connectivity und eMobility. Mit dem Aufbau des Produktbereichs eMobility  begann ABL 2011. Seit 2018 ist die Elektromobilität der größte und am stärksten wachsende Produktbereich. In Norwegen ist ABL bereits seit vielen Jahren Marktführer im Segment Wallboxen und zählt heute zu den drei größten Anbietern von Ladeinfrastruktur in ganz Europa.

Schaffung von Arbeitsplätzen in IT, Produktentwicklung, Produktion und Logistik

Die Nachfrage nach Ladestationen zum Aufladen von Elektroautos steigt weiter. Um diese bewältigen zu können, muss die Produktionsfläche von aktuell 16.000 Quadratmeter auf 34.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche erweitert werden. Mittelfristig möchte ABL auch die Zahl seiner Mitarbeitenden, aktuell 450, mehr als verdoppeln. Auf dem Campus sollen hunderte neue Arbeitsplätze in IT, Produktentwicklung, Produktion und Logistik entstehen. Das Profil des Technologiestandortes Lauf kann damit weiter geschärft und die Region zukunftsfähig gemacht werden.

„ABL steht für Albert Büttner Lauf. Wir möchten die Erfolgsgeschichte unseres Unternehmens hier fortsetzen. Lauf ist unsere Stadt,“ erklärt Dr. Stefan Schlutius, geschäftsführender Gesellschafter von ABL.

Am aktuellen Standort hat das Unternehmen jedoch keine ausreichenden Möglichkeiten, die notwendige Produktionsflächenerweiterung umzusetzen. Nach intensiver Prüfung eignet sich nur der Bereich zwischen BAB A9, AS Lauf Süd und der Staatstraße St2240 für das Vorhaben, da vergleichbar große Flächen im Laufer Stadtgebiet nicht verfügbar sind.

Auf dem 80.000 Quadratmeter großen Areal, das an drei Seiten von Straßen umgeben ist, befindet sich Bannwald, der durch den Verkehr stark vorbelastet ist. Im Inneren gibt es einen Kiefernbestand; die schützenswerten Eichen an den Rändern könnten bei der Erschließung erhalten bleiben. Bei Inanspruchnahme der Fläche, die dann mit einer Bebauungsverpflichtung versehen werden soll, finden entsprechende Ersatzaufforstungsmaßnahmen statt.  

Weniger Verkehr, mehr Wohnraum

Die Straßenanbindung des neuen Gewerbegebietes würde durch ein nicht besiedeltes Gebiet erfolgen. Durch die Lage am Ortsrand und in Autobahnnähe könnte gleichzeitig der Verkehr durch das Stadtgebiet reduziert werden. 

Nach der Umsiedlung von ABL auf das neue Betriebsgelände ergäben sich am ehemaligen Standort große städtebauliche Chancen. So könnte bezahlbarer Wohnraum auf einer Fläche von ca. 50.000 Quadratmetern entstehen.

Kreis gibt grünes Licht zur Eingliederung

Da sich nicht das gesamte Planungsareal innerhalb des Laufer Stadtgebiets befindet, bedarf es einer Eingliederung des gemeindefreien Gebiets. In seiner öffentlichen Sitzung am 29. April 2021 hat der Stadtrat beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, einen entsprechenden Antrag an die Regierung von Mittelfranken beim Landratsamt Nürnberger Land einzureichen. Im Kreisausschuss am 10. Mai erhielt dieser grünes Licht. Nun wird sich die Regierung von Mittelfranken mit der geplanten Eingliederung beschäftigen.  

Pressekonferenz mit Bürgermeister und allen Fraktionsvorsitzenden

„Wir wollen den prosperierenden Markt der Elektromobilität zusammen mit einem Laufer Traditionsunternehmen zur Gestaltung einer nachhaltigen Stadtentwicklung nutzen. Arbeitsplätze und Wohnraum mit einer zukunftsträchtigen Industrie zu verbinden, ist ein Ziel, das uns höchste Anstrengungen abverlangt,“ betonte Bürgermeister Thomas Lang bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ABL am 12. Mai vor politischen Vertreterinnen und Vertretern – Nina Bezold (Zweite Bürgermeisterin), Christine Platt (Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen), Christian Mayer (Fraktionsvorsitzender CSU), Felix Locke (Fraktionsvorsitzender Freie Wähler) und Georg Schweikert (Fraktionsvorsitzender SPD) – sowie dem geschäftsleitenden Beamten der Stadt Lauf, Benjamin Wallner.



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