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03.06.2020

Im Laufer Stadtarchiv kann jetzt auch digital recherchiert werden

Neue Website und Möglichkeit zur Datenbankrecherche


Dr. Ina Schönwald (links) und Sabrina Grünewald M.A (vorne) vom Laufer Stadtarchiv mit Bürgermeister Thomas Lang bei der Präsentation der neuen Webseite. Foto: Müller

Dr. Ina Schönwald (links) und Sabrina Grünewald M.A (vorne) vom Laufer Stadtarchiv mit Bürgermeister Thomas Lang bei der Präsentation der neuen Webseite. Foto: Müller

Die Datenbank bietet detaillierte Suchmöglichkeiten. Aber auch intuitives Stöbern nach Schlagworten ist möglich. (Screenshot stadtarchiv-lauf.de)

Die Datenbank bietet detaillierte Suchmöglichkeiten. Aber auch intuitives Stöbern nach Schlagworten ist möglich. (Screenshot stadtarchiv-lauf.de)

Der virtuelle Rundgang macht Lust auf einen echten Besuch im Spital. (Screenshot stadtarchiv-lauf.de)

Der virtuelle Rundgang macht Lust auf einen echten Besuch im Spital. (Screenshot stadtarchiv-lauf.de)

Im Laufer Stadtarchiv schlummern unzählige Funde der Stadtgeschichte. Viele sind jetzt online zu entdecken: Auf der neuen Internetseite Opens external link in new windowwww.stadtarchiv-lauf.de werden rund 10.000 Dokumente und 3.000 Bände der umfangreichen Bestandsbibliothek gezeigt.

„Die Datenbank ist das Herzstück des Projekts, das für die digitale Präsenz und Kompetenz unseres Archivs steht“, sagt Dr. Ina Schönwald, Leiterin des Laufer Stadtarchivs. Gemeinsam mit Digitalisierungsexpertin Sabrina Grünewald M.A. realisiert sie die Online-Darstellung der originalen Dokumente – „eine wahre Sisyphos-Arbeit, aber ein unverzichtbarer Weg, um archivwürdige Unterlagen zu erfassen, zugänglich zu machen und zu sichern.“

Archivalien online vorbestellen

Bürgerinnen und Bürger können nun also bequem von zu Hause nach einer Vielzahl von Dokumenten und Objekten selbst recherchieren, etwa mit Stichworten über die „Freie Suche“ oder die „Expertensuche“, die noch genauere Treffer ermöglicht. Sie erhalten Informationen über den Inhalt und die Laufzeit der Archivalien, können diese online im Archiv vorbestellen und vor Ort einsehen. Wer ein bisschen herumstöbern möchte, kann sich in einer Tag Cloud (auch Schlagwortwolke, Wortwolke) bei der Begriff-Suche inspirieren lassen. „Interessant ist die Datenbank natürlich auch für überregionale und wissenschaftliche Nutzer wie Universitäten oder Museen, die unsere Bestände jetzt online einsehen können“, so Grünewald.   

„Das Archiv ist das Gedächtnis der demokratischen Gesellschaft“

Die Datenbank wird ständig ergänzt und erweitert, zu finden sind derzeit vor allem Unterlagen des Stadtrates und der städtischen Ämter. „Wir fragen uns immer: Was ist in 100 Jahren wichtig für die Stadtgeschichte?“, betont Dr. Schönwald und ergänzt: „Das Archiv ist das Gedächtnis der demokratischen Gesellschaft. Wir verbinden Vergangenheit und Gegenwart und bewahren dieses Wissen für die Zukunft. Dabei spielt auch das Thema Sicherheit eine große Rolle. Denn erst wenn Datenschutz, Urheberrechte, Schutzfristen und gesetzliche Grundlagen geprüft sind, können Archivalien online bereitgestellt werden.“

Zugang zu Wissen im Zeitalter von Fake-News

Was entspricht der historischen Wahrheit und wie kann man sie herausfinden? Gibt es überhaupt eine einzige Wahrheit oder wird Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln geschrieben? Welche Bedeutung kommt hierbei den Geschichtsquellen zu? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Archivpädagogik, die im Stadtarchiv – und nun auch online – einen besonderen Platz hat. Die Rubrik „Junges Archiv“ informiert über die Geschichtsprojekte des Archivs mit Laufer Schulen, die einen eigenen Auftritt konzipieren und ihre Texte, Filme und Arbeiten auf www.stadtarchiv-lauf.de veröffentlichen können.  

Archivbesuch vom Wohnzimmer aus    

„Verstaubt und vergessen? Von wegen! Gerade bei Jüngeren möchten wir Neugier wecken und setzen auf moderne Wissensvermittlung, zum Beispiel durch Kurzfilme“, sagt Grünewald und verweist auf die Rubrik „Online-Ausstellung“, die Schauen zu wechselnden Themen präsentiert – aktuell zum Thema „ Gefangen in Lauf – Dokumente der Kriegsgefangenschaft von 1916 bis 1945“. „Mit den Online-Ausstellungen können wir ein breiteres Publikum erreichen, mit Besuchern in Kontakt kommen und Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, die Beteiligung am Stadtleben und Wissensaustausch ermöglichen“, freut sie sich.

Eine weitere Besonderheit: Wer sich virtuell hinter die geschichtsträchtigen Mauern des Spitals begeben möchte, kann auf der Website einen 360-Grad-Rundgang starten und interessante Details mit der Zoom-Funktion ganz nah heranholen.

Regelmäßige Informationen zum aktuellen Geschehen im Stadtarchiv sowie Hinweise auf Veranstaltungen und Publikationen runden das Angebot ab.

Viel Lob für das Projekt „Digitales Stadtarchiv“ gibt es von Bürgermeister Thomas Lang: „Das Archiv ist das Gedächtnis unserer Stadt und ich freue mich, wenn unsere Bürgerinnen und Bürger die Dienstleistungen und Bestände nutzen – sei es für heimatkundliche oder schulische Zwecke oder zur Vorbereitung eines Vereins- oder Firmenjubiläums. Es gibt jede Menge zu entdecken!“



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