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07.11.2019

Zero Waste im Haus für Kinder Krempoli

Besser leben ohne Müll


Alexandra Hauck-Lippert (links) und Michaela Beier (rechts) setzen im Haus für Kinder Krempoli auf „Null Abfall“ aber auch „Null Verschwendung“. (Foto: Müller)

Alexandra Hauck-Lippert (links) und Michaela Beier (rechts) setzen im Haus für Kinder Krempoli auf „Null Abfall“ aber auch „Null Verschwendung“. (Foto: Müller)

Nachhaltiger Konsum in der Praxis: Mit einem Aushang im Eingangsbereich sucht die Einrichtung nach einem gebrauchten Elektrogerät. (Foto: Müller)

Nachhaltiger Konsum in der Praxis: Mit einem Aushang im Eingangsbereich sucht die Einrichtung nach einem gebrauchten Elektrogerät. (Foto: Müller)

Früh übt sich – das gilt auch fürs Müll vermeiden. In Kindergärten gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Müll einzusparen, den Kleinsten ein verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen vorzuleben und kreative Alternativen zur Abfallvermeidung auszuprobieren. Das Haus für Kinder Krempoli in Schönberg hat sich deshalb der Initiative “Zero Waste Helden“ angeschlossen, die Verschwendung vermeiden und zu einem bewussteren Umgang mit Müll anregen will.

Wie Zero Waste in Krippe, Kindergarten und Hort funktioniert, erläutern Einrichtungsleiterin Alexandra Hauck-Lippert und ihre Stellvertreterin, Michaela Beier, die das Projekt federführend betreut.

Frau Beier, was bedeutet eigentlich Zero Waste?

Michaela Beier: „Wörtlich übersetzt heißt es “Null Müll“. Das ist in unserer heutigen Gesellschaft natürlich kaum vorstellbar. Aber Zero Waste bedeutet viel mehr, als nur Müll zu vermeiden. Es geht um ein Umdenken und darum, den eigenen Konsum zu hinterfragen, Alternativen auszuprobieren oder Dinge wiederzuverwenden, zu reparieren oder zu recyceln.“

Wie kamen Sie zu dem Konzept?


Alexandra Hauck-Lippert:
„Müll ist zu einem großen Thema in unserer Gesellschaft geworden. Deshalb machen wir uns auch im Krempoli immer wieder Gedanken darüber, wie wir unsere Umwelt schützen, nachhaltig arbeiten und Müll reduzieren beziehungsweise vermeiden können.“

Michaela Beier: „Gemeinsam mit der Zero Waste Gruppe Nürnberg und deren Projekt “Zero-Waste-Helden“ haben wir alle Maßnahmen in einem Leitfaden gebündelt und sind zur Pilot-Kita geworden.“

Welche Zero-Waste-Maßnahmen setzen Sie in Ihrer Einrichtung um?

Michaela Beier: „Wir basteln gerne mit Alltagsmaterialien oder Müll. So manches Spielzeug wie Knete stellen wir selber her oder kaufen Waren gebraucht. Wir haben einen Wasserspender aufgestellt, der Frühstücksjoghurt kommt aus dem Glas und das Mittagessen aus Edelstahlcontainern vom Caterer.“

Alexandra Hauck-Lippert: „Die Liste lässt sich weiter fortführen: Elternbriefe gibt es bei uns nur als Aushang, um Papier zu sparen. Reinigungs- und Spülmaschinenmittel, das wir im Großgebinde kaufen, wird in portionsgerechte Mengen aufgeteilt (zeigt auf das Glas vor sich). Außerdem signalisieren wir den Eltern Offenheit gegenüber Stoffwindeln und animieren zu nachhaltigen Geschenken für Geburtstage und andere Feste.“

Michaela Beier: „Und natürlich gibt es bei uns den Zero Waste Tipp der Woche!“ (lacht)

Haben Sie noch weitere Tipps für Familien?

Michaela Beier: „Allgemein gilt: Weniger ist mehr. Zero Waste soll Spaß machen und in die tägliche Routine einfließen. Und wieso nicht mal in einen Second-Hand-Laden gehen und Getragenes oder Gebrauchtes kaufen? Oder Dinge teilen oder ausleihen?“

Alexandra Hauck-Lippert: „Natürlich kann man auch bei der Urlaubsplanung einmal genauer hinsehen und eine Zugreise mit der Familie unternehmen, statt ins Flugzeug zu steigen.“

Wer kann bei Zero Waste mitmachen und wo gibt es mehr Informationen?

Michaela Beier: „Jeder kann mitmachen! Ganz gleich ob Privatperson, Unternehmen, Gemeinde oder öffentliche Einrichtung. Im Internet gibt es jede Menge Infos zur Zero-Waste-Idee, zum Beispiel unter Opens external link in new windowwww.zero-waste-helden.de

Vielen Dank für das Gespräch! 
                                
Interview: Anja Müller  



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