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22.07.2019

„Es ist noch Platz in der Arche…“

Stadt Lauf und evangelische Kirche feierten den Abschluss Ihres Kita-Kooperationsprojekts


Bürgermeister Benedikt Bisping, Pfarrer Jan-Peter Hanstein, Architekt Klaus Thiemann, Pfarrer Thomas Hoffmann, die Kita-Leiterin Birgit Beyer und Dekan Stefan Alexander (von links nach rechts) bei der symbolischen Schlüsselübergabe (Foto: Hiller)

Bürgermeister Benedikt Bisping, Pfarrer Jan-Peter Hanstein, Architekt Klaus Thiemann, Pfarrer Thomas Hoffmann, die Kita-Leiterin Birgit Beyer und Dekan Stefan Alexander (von links nach rechts) bei der symbolischen Schlüsselübergabe (Foto: Hiller)

Mit einem großen Fest ging nach 14-monatiger Bauzeit Anfang Juli ein weiteres Projekt der kinderfreundlichen Stadt Lauf offiziell an den Start.
Auf dem Grundstück in der Luitpoldstraße 41 ist ein modernes Gebäude entstanden, in das in Kürze die ehemalige städtische Kindertagesstätte „Brücke West“ und der ehemalige evangelische Kindergarten „Unterm Regenbogen“ einziehen werden.

Fast zwei Jahre lang firmierten beide Einrichtungen, die derzeit noch im Haus in der Luitpoldstraße 3 untergebracht sind, unter dem Namen „Brücke Regenbogen“; ab September gehen sie unter dem Dach der neuen Kindertagesstätte „Arche Noah“ gemeinsame Wege.

Das bereits vorhandene Kitagebäude wurde ökologisch saniert, dazu kam ein Neubau in Holzkonstruktion. Auf 740 Quadratmetern, das sind 260 Quadratmeter mehr als bisher, stehen nun 75 Kindergartenplätze und 30 Krippenplätze zur Verfügung. Fünf Gruppenräume, zwei Mehrzweckräume und drei Intensivräume ermöglichen eine individuelle Förderung der Kinder und eröffnen ihnen zahlreiche Spiel- und Lernmöglichkeiten – ein Angebot, das sich die Stadt Lauf als Bauherr 1,8 Millionen Euro kosten ließ. Die Trägerschaft für die Einrichtung übernimmt die evangelische Kirche.

Ökologisches, klimagerechtes Bauen

„Von Anfang an stand für uns ökologisches, klimagerechtes Bauen im Vordergrund“, betonte Architekt Klaus Thiemann. Die Räume sind völlig schadstofffrei und eine feuchtegeführte Lüftungsanlage mit CO2-Wächter sorgt das ganze Jahr über für eine gute Raumluftqualität.“ Auch die Energiebilanz des komplett barrierefreien Gebäudes aus recycelbaren Materialien, das mit Pellets beheizt wird, könne sich sehen lassen, so Thiemann. Zudem habe man – als Ausgleich für die versiegelte Fläche – das Dach der Kindertagesstätte begrünt und zur Entlastung des Klärwerks eine Regenwasserversickerungsanlage eingebaut.

„Ob bei der Renovierung des Bestandsgebäudes oder dem Neubau – Nachhaltigkeit war bei diesem Projekt ein zentrales Thema“, bestätigte Bürgermeister Benedikt Bisping, der ebenso wie Landrat Armin Kroder ein ganz großes Dankeschön an alle Beteiligten richtete. Im Zusammenspiel öffentlicher und freier Träger habe man in den letzten Jahren viel getan, um das Angebot an Kindergärten, Tagesstätten, Ganztagsschulen und Horten in der Pegnitzstadt auszubauen und die Qualität der örtlichen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen stetig zu verbessern. „Und mit dem Kooperationsprojekt „Arche Noah“ sind wir im konstruktiven Miteinander verschiedener Akteure neue Wege gegangen“, so Bisping.

Förderung durch den Freistaat Bayern

Mit je 900.000 Euro schlagen sowohl die ökologische Sanierung des Altbaus als auch der Neubau in Holzkonstruktion zu Buche. 53% davon übernimmt der Freistaat Bayern, der zudem die Pelletheizung mit 3500 Euro fördert.

Verbunden sind beide Gebäude durch einen weitestgehend transparenten Zwischenbau. Ein durchgängiges Farbkonzept sorgt dafür, dass das Ensemble als Einheit wahrgenommen wird, wie die zahlreich erschienenen Gäste der Einweihungsfeier, darunter die Fachaufsicht für Kindertageseinrichtungen im Nürnberger Land, Evelyn Kittel-Kleigrewe, Vertreter der Stadtverwaltung und des Stadtrats, Eltern, Kinder und Nachbarn der „Arche Noah“ bestätigten.

Besonders freuen sich Susanne Zorell-Huscke, Verwaltungsleiterin der evangelischen Gemeinde Lauf für Kindertagesstätten, und das Team um Kita-Leiterin Birgit Beyer über die neue Küche, in der eine Köchin künftig die Mahlzeiten für die Kinder und die Erzieherinnen zubereiten wird. Die Lebensmittel werden gemeinsam mit dem Eckert‘schen Kindergarten, der schon gute Erfahrungen mit dem Betrieb einer Frischküche gemacht hat, eingekauft.

Zusammenschluss zweier Einrichtungen


Viel Lob für das Kooperationsprojekt gab es auch von Pfarrer Jan-Peter Hanstein, der gemeinsam mit Dekan Stefan Alexander und Pfarrer Thomas Hofmann Segensworte für die Kindertagesstätte sprach. Zeitweise, so Hanstein, habe er sich selbst wie Noah gefühlt. Nach dem Verkauf des Gemeindehauses in der Luitpoldstraße 3 galt es, möglichst schnell neue Räumlichkeiten für den dort beheimateten Kindergarten „Unterm Regenbogen“ zu finden. Lange sei „kein Land in Sicht“ gewesen, bis man mit dem Zusammenschluss der Einrichtung mit der Städtischen Kindertagesstätte „Brücke West“ und der Sanierung und Erweiterung des Gebäudes in der Luitpoldstraße 41 die ideale Lösung gefunden habe.  

Die Kinder, die den Nachmittag gemeinsam mit der Band „Cafe Rooibos“ musikalisch gestalteten und unter anderem das Lied „Es ist noch Platz in der Arche“ vortrugen, freuen sich jedenfalls sehr auf den Umzug im September und testeten an diesem Nachmittag schon vorab die Spielgeräte in dem neu gestalteten Garten.



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