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24.06.2019

Doppelbesetzung für die Rolle der Kunigunde

Alina Eckert und Nikolia Tiryandafilis führen abwechselnd den Festzug an


Festleiterin Doris Trini-Maschler mit den beiden Kunigunden-Darstellerinnen Alina Eckert (links) und Nikolia Tiryandafilis (rechts) (Foto: Hiller)

Festleiterin Doris Trini-Maschler mit den beiden Kunigunden-Darstellerinnen Alina Eckert (links) und Nikolia Tiryandafilis (rechts) (Foto: Hiller)

Gleich zwei Kunigunden sind in diesem Jahr in Amt und Würden: Alina Eckert und Nikolia Tiryandafilis, die sich die Rolle der Laufer Stadtpatronin teilen und sich bei den Festzügen am Kirchweihsonntag und -montag ebenso wie bei allen anderen öffentlichen Terminen abwechseln werden.

Es gebe keine Erst- und Zweitbesetzung, wie die neue Festleiterin Doris Trini-Maschler betont: „Beide Mädchen werden ihren großen Auftritt haben, können sich aber im Falle eines Falles gegenseitig vertreten“ – eine Regelung, mit der Alina und Nikolia, die bei der internen Vorauswahl in den Schulen durch ihre Ausstrahlung und ihr selbstbewusstes Auftreten punkteten, durchaus einverstanden sind.

Sechs Bewerberinnen gab es in diesem Jahr für die Rolle der Kaiserin – fünf in der Bertlein- und eine in der Kunigundenmittelschule. Dass nun beide Schulen je eine Kunigunde stellen, sei ein schöner Zufall, habe beim Casting aber keine Rolle gespielt, so Trini-Maschler.

Schon seit vielen Jahren ist Alina Eckert beim Kunigundenfest dabei. Die gebürtige Lauferin, die die Bertleinmittelschule besucht, gehört zum FCN-Fanclub Heindel Stadl, der regelmäßig am Festzug teilnimmt, zudem war sie mit der
Gruppe „Fränkische Trachten“ und dem Weißen Reigen beim Festprogramm auf dem Kunigundenberg zu sehen.

Privat tanzt die Achtklässlerin, die nach dem Schulabschluss eine Ausbildung bei der Polizei machen möchte, gerne Hip Hop und hat vor Kurzem mit dem Kickboxtraining begonnen. Darüber hinaus ist sie eine begabte Zeichnerin und hat Spaß daran, Taschen zu nähen und zu designen.

Großer Auftritt am Kirchweihsonntag und -montag

Ihre Freundinnen seien es gewesen, die sie überredet hätten, sich um die Rolle der Kunigunde zu bewerben, erzählt Alina, die bei der Hauptprobe am Freitag und dem Festzug am Sonntag zu sehen sein wird. Lampenfieber hat die Vierzehnjährige, die schon im Schultheater und bei Auftritten mit ihrer Zumbagruppe auf der Bühne stand, noch nicht, freut sich aber schon sehr auf das erste Juliwochenende – ebenso wie die gleichaltrige Nikolia Tiryandafilis, die am Kirchweihmontag zum Einsatz kommt.

Einmal als Kunigunde im Festzug durch die Stadt zu reiten, sei schon immer ihr Traum gewesen, so die Halbgriechin – und dafür hat sie hart an sich gearbeitet. Als Kind habe sie kaum gesprochen und erst durchs Singen das Lesen gelernt, wie sie erwähnt. Doch das ist lange her und mittlerweile ist Nikolia nicht nur eine gute Schülerin – sie besucht die achte Klasse der Kunigundenmittelschule – sondern auch ein gefragtes Nachwuchsmodel. So wurde sie schon für Kampagnen namhafter Marken fotografiert und war auch in einer Kinderzeitschrift zu sehen.

Wie Alina hört sie gerne Musik – „von Hip Hop über Pop bis Klassik“ – und ist sportlich aktiv. Sie reitet, geht gerne Schwimmen und ist oft mit dem Fahrrad unterwegs. Besonders interessiert sie sich aber fürs Tanzen – und dort vor allem für Freestyle und Akrobatischen Tanz, den sie sich mithilfe von YouTube-Videos selbst beigebracht hat.

Für Hobbies wie dieses wird in den nächsten Tagen allerdings etwas weniger Zeit bleiben, denn für beide Mädchen heißt es nun Texte zu lernen. Und das dürfte ihnen eventuell ein wenig leichter fallen als ihren Vorgängerinnen, da einige Passagen der Festansprache und des Prologs von Doris Trini-Maschler und dem Röthenbacher Märchenerzähler Dieter Wank mit viel Fingerspitzengefühl modernisiert wurden, ohne ihnen jedoch – und das war beiden sehr wichtig – den historische Charme zu nehmen.



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