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13.05.2019

Spielerisch lernen an der Abfall-Informationsstation

Müll ist nicht gleich Müll


Die neue Abfall-Informationsstation am geoökologischen Naturlehrpfad Bitterbach macht darauf aufmerksam, wie lange Abfall benötigt, um zu verrotten. (Foto: Müller)

Die neue Abfall-Informationsstation am geoökologischen Naturlehrpfad Bitterbach macht darauf aufmerksam, wie lange Abfall benötigt, um zu verrotten. (Foto: Müller)

Wie viele Jahre die Zersetzung von Glas, Eisen & Co. dauert, erfährt man nach dem Hochklappen der Tafeln (Foto: Müller)

Wie viele Jahre die Zersetzung von Glas, Eisen & Co. dauert, erfährt man nach dem Hochklappen der Tafeln (Foto: Müller)

50.000 Jahre für Glas, 25 Jahre für Alufolie und immerhin 5 für eine Plastiktasche: Müll sollte man nicht achtlos wegwerfen, denn um ihn abzubauen, braucht die Natur sehr viel Zeit. Die neue Abfall-Informationsstation, die als Ergänzung zum geoökologischen Naturlehrpfad Bitterbach installiert wurde, gibt Auskunft darüber, wie lange es dauert, bis verschiedene Müllsorten verrottet sind. Die Kinder der Klasse 4c der Grundschule I – Rudolfhof waren nun die ersten, die sie bei ihrer offiziellen Eröffnung testen durften.

Müll gehört nicht in die Natur

„Ziel ist es, Menschen zum Nachdenken über ihr eigenes Müllverhalten anzuregen. Denn wenn kein Abfalleimer in der Nähe ist, werfen leider viele ihren Abfall achtlos in die Natur. An diesem Ort soll gezeigt werden, wie lange es dauert, bis dieser verrottet und was das für die Umwelt bedeutet“, erläuterte Dieter Wölfel, der im Laufer Rathaus für Naturschutz, Baum- und Landschaftspflege zuständig ist.

16 unterschiedliche Abfälle gibt es im eingezäunten Suchfeld zu entdecken. Nummerierte Tafeln verraten, wie viele Jahre ihre jeweilige Zersetzung dauert. „Dabei handelt es sich um ungefähre Zeitwerte, denn Wetter, Niederschläge oder Bodenbakterien spielen bei diesem Prozess eine maßgebliche Rolle“, so Wölfel.

Raten, Lernen und Spaß haben

Dann ging es ans Ausprobieren: Neugierig klappen die Schülerinnen und Schüler, Schulleiterin Monika Hauber und Klassenlehrerin Carina Petersen die blauen Tafeln hoch. Und nicht selten sorgten die Jahresangaben dahinter für Staunen. „Mit der Infostation können wir Kinder spielerisch für die Themen Abfall, Abfallvermeidung sowie Ressourcen- und Umweltschutz sensibilisieren. Sie ist ein weiterer attraktiver Baustein im Bereich Umweltbildung“, freute sich Bürgermeister Benedikt Bisping. Er bedankte sich herzlich bei Karlheinz Bleisteiner, Studiendirektor a. D., auf dessen Initiative der geoökologische Lehrpfad 1998 entstanden war und der sich noch heute aktiv für dessen Erhalt und Ausbau einsetzt. Lobende Worte gab es auch für Schreinermeister Peter Lehner und sein Team vom städtischen Bauhof, die die Holzkonstruktion gefertigt hatten, an dem die Tafeln befestigt sind. Finanziell unterstützt wurde das Projekt vom Verein „Naherholungsgebiet Sebalder Reichswald“, bei dem sich Dieter Wölfel bedankte.

Zum Selbstentdecken: Die Abfall-Informationsstation liegt am Ende der Bitterbachschlucht, unmittelbar am Brunnenweg.



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