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15.04.2019

Lückenschluss zwischen Neunhof und Eschenau

Neuer Radweg wurde Anfang April freigegeben


(Fotos: Hiller)

(Fotos: Hiller)

Ein gutes halbes Jahr nach dem Spatenstich wurde nun der neue Geh- und Radweg zwischen Neunhof und Eschenau entlang der Staatsstraße 2240 seiner Bestimmung übergeben.

Mit dem gemeinsamen Projekt erfüllen die Stadt Lauf und der Markt Eckental einen großen Wunsch ihrer Bürgerinnen und Bürger: Sie schließen eine weitere kurze, aber doch empfindliche Lücke im Radwegenetz und verbinden damit nicht nur ihre Kommunen, sondern auch das Nürnberger Land und den Landkreis Erlangen-Höchstadt.

Zu Buche schlägt der 2,7 Kilometer lange, asphaltierte Weg – 1,9 Kilometer verlaufen im Gebiet der Pegnitzstadt, 800 Meter in dem des Markts Eckental – laut Zuwendungsbescheid mit rund 2,5 Millionen Euro; 1,64 Millionen davon übernimmt der Freistaat.
 
Mit dem Tandem zum Festakt

Eingeweiht wurde die neue Verbindung von den Bürgermeisterkollegen Ilse Dölle und Benedikt Bisping, die ebenso wie die stellvertretenden Landräte Gabi Klaußner (Erlangen-Höchstadt) und Norbert Reh (Nürnberger Land) auf einem blumengeschmückten Tandem zum offiziellen Festakt radelten.

Neben Joachim Herrmann, Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, der Bundestagsabgeordneten Marlene Mortler und den Landtagsabgeordneten Norbert Dünkel und Walter Nussel waren auch Andreas Eisgruber, Fachbereichsleiter Straßenbau beim Staatlichen Bauamt in Nürnberg, die Projektteams aus beiden Rathäusern, zahlreiche Stadt- und Gemeinderäte sowie Bürgerinnen und Bürger aus den Kommunen – viele von ihnen auf dem Fahrrad – zu dem Ortstermin gekommen.

Sicherheitsaspekt als zentrales Motiv

Ein zentrales Motiv, sich für einen durchgängigen Geh- und Radweg zwischen der Pegnitzstadt und der Marktgemeinde zu engagieren, sei der Sicherheitsaspekt gewesen, wie der Innenminister ausführte. „Ein Wachstum des Radverkehrs darf nicht zu einem Wachstum der Radunfälle führen“. Umso mehr freue er sich, dass die Radler nun nicht mehr auf der vielbefahrenen Staatsstraße, die im Schnitt von 150 LKW pro Tag genutzt werde, unterwegs sein müssten, sondern die Strecke ebenso wie die Fußgänger gefahrlos auf ihrem eigenen Weg zurücklegen könnten.

„Wir leben die interkommunale Zusammenarbeit“, betonte Eckentals Bürgermeisterin Ilse Dölle, „und dank einer sorgfältigen Planung und gut strukturierter Abläufe haben wir unser Projekt „just in time“ auf den Weg gebracht – eine Punktlandung also, denn erst drei Tage zuvor hatte die erforderlichen Verkehrssicherheitsbegehung stattgefunden.

Nachhaltiges Destinationsmanagement

Verbindungen zu schaffen, dabei aber auch die Umwelt und natürliche Ressourcen zu schonen, sei eine der zentralen Aufgaben eines nachhaltigen Destinationsmanagements, so der Laufer Bürgermeister Benedikt Bisping, der das Radfahren als „moderne Flächenschutzpolitik“ bezeichnete. Schließlich seien die Anlage und der Unterhalt von Radverkehrsinfrastruktur erheblich platzsparender und günstiger als eine vergleichbare Infrastruktur für den motorisierten Verkehr.

Grund genug also, gemeinsam die Rahmenbedingungen für die Fahrradnutzung in zu optimieren, waren sich auch die stellvertretenden Landräte Gabi Klaußner und Norbert Reh einig, die die neue Verbindung als weiteren wichtigen Schritt zu einem fahrradfreundlichen Landkreis bezeichneten.
Gemeinsam mit den anderen Ehrengästen schnitten sie das symbolische rote Band durch (Foto) – musikalisch begleitet von der Radlergruppe der Liedertafel Eckental, die zur Melodie von “I like to be in America” einen eigenen Radfahrsong getextet hatte, in dem auch ein Wunsch an die Politik formuliert wurde: „Macht bitte weiter beim Radwegbau!“



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