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25.03.2019

10.000 Quadratmeter für die Artenvielfalt

Blühflächen im Laufer Stadtgebiet


Die Fläche am Bienenzentrum auf dem Kunigundenberg wurde heuer nicht bearbeitet oder neu eingesät. Aus dem noch vorhandenen Samenpotenzial soll hier wieder eine artenreiche Blühwiese heranwachsen (siehe Bildausschnitt) (Foto: Müller)

Die Fläche am Bienenzentrum auf dem Kunigundenberg wurde heuer nicht bearbeitet oder neu eingesät. Aus dem noch vorhandenen Samenpotenzial soll hier wieder eine artenreiche Blühwiese heranwachsen (siehe Bildausschnitt) (Foto: Müller)

Die Stadt Lauf bewirtschaftet einen Teil ihrer öffentlichen Grünflächen bereits unter ökologischen Aspekten. Auch heuer sollen gut ein Dutzend Flächen mit einer Gesamtgröße von einem Hektar nicht nur das Landschaftsbild verschönern, sondern vor allem neue Lebensräume für verschiedene Tier- und Pflanzenarten schaffen und dem stetigen Rückgang der Bienenvölker entgegenwirken.

„Durch die vorzeitige Mahd im vergangenen Spätsommer haben sich mittlerweile eine Vielzahl von ein- und mehrjährigen Pflanzen etabliert. Daher werden wir dieses Jahr die meisten Flächen nicht maschinell bearbeiten oder neu einsäen“, berichtet Dieter Wölfel, der beim Städtischen Bauamt für Grün- und Baumpflege/Naturschutz und Landschaftspflege zuständig ist. Es gibt allerdings einige Teilflächen, auf denen sich aufgrund der Bodenverhältnisse und der Witterung Wildkräuter wie Melde, Distel und Quecke sehr stark ausgebreitet haben. Deshalb erhält beispielsweise die Fläche an der Auffahrt zum Kunigundenberg eine Neueinsaat und zuvor eine mehrmalige, mechanische „Unkrautbekämpfung“.

Durch die Mischung aus ein-, zwei- und / oder mehrjährigen Wild- und Kulturpflanzen präsentieren sich die Flächen immer wieder anders. So müsse man in dem einen oder anderen Jahr Abstriche in punkto Blühattraktivität machen, auch deshalb, weil man auf viele natürliche Faktoren keinen Einfluss nehmen könne, so Wölfel. Zum ökologischen Konzept gehöre weiterhin, dass auf manchen Flächen verblühte Pflanzen als Winterquartier und Nahrungsquelle dienen. Besonders schön anzusehen seien diese Areale dann manchmal nicht mehr, weiß auch Wölfel und wirbt um Verständnis: „Wir tun all das nicht nur für unsere Insekten, sondern auch für den Erhalt der biologischen Vielfalt“.   







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