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03.07.2018

„Wann, wenn nicht jetzt?“

Lauf feierte sein 211. Kunigundenfest


„Heute sorgen – für die Welt von morgen“. Das Motto des Kunigundenfests hätte gar nicht aktueller sein können – ein wichtiges Thema, das Jung und Alt gleichermaßen angeht, wie beim Festzug durch die Stadt und dem Programm auf dem Kunigundenberg deutlich wurde.

Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen hatten Schülerinnen und Schüler, Vereine, Festwagen und Musikgruppen, die von Julia Heinz als Kaiserin Kunigunde und ihrem Hofstaat sowie der Marchingband des TSV Lauf und den Mitgliedern des Stadtrats angeführt wurden, unter großem Beifall des Publikums ihren Weg durch die Stadt genommen. Besonderen Applaus gab es für den in Lauf aufgewachsenen Kabarettisten Matthias Egersdörfer, der, auf einem riesigen Fass sitzend, sein Debüt als Bierkönig Gambrinus gab.

Mit großer Begeisterung setzten auch die Akteure auf dem Kunigundenberg die Botschaft, die hinter dem Festmotto stand, um: Jeder von uns kann die Zukunft mitgestalten und zum Teil mit ganz einfachen Mitteln etwas für den Umwelt- und Artenschutz tun.

Längst schon sind die Auswirkungen des Klimawandels auch hier bei uns zu spüren. So hat sich beispielsweise die Durchschnittstemperatur in Lauf in weniger als zehn Jahren um ein Grad erhöht – für diese relativ kurze Zeit ein erheblicher Temperaturanstieg, der nicht ohne Folgen bleiben wird.

Höchste Zeit also, etwas zu tun!

Und oft sind es gerade die Kinder, die mit viel Engagement und guten Ideen die Welt zum Besseren verändern. So wie beispielsweise Kristian Magnus aus Norwegen. Er sammelt jeglichen Müll, den er findet, und entsorgt ihn in entsprechenden Müllbehältern. Parrys aus Australien hat durchgesetzt, dass in ihrer Schule Plastikflaschen durch wiederverwendbare Trinkflaschen aus Edelstahl ersetzt wurden und Jes aus Malaysia hat ein Theaterstück inszeniert, um sein Publikum für den Schutz der bedrohten Tiger zu sensibilisieren.

Mit den Spenden, die der junge Amerikaner Rujul Zaparde gesammelt hat, konnten in mehreren indischen Dörfern Brunnen gebaut werden. Und dank des Engagements von Quier Qiu aus China benutzen inzwischen viele ihrer Landsleute statt der Wegwerf-Essstäbchen umweltfreundlichere Mehrweg-Essstäbchen. *

Aus der einen oder anderen dieser Ideen ist inzwischen eine globale Bewegung geworden. So wie das „Plant for the Planet“-Projekt des jungen Deutschen Felix Finkbeiner, für das sich auch viele Lauferinnen und Laufer engagieren und dabei helfen, das gemeinsame Ziel – bis zum Jahr 2020 weltweit 1000 Milliarden Bäume zu pflanzen – zu erreichen.
 
Es gibt unzählige Möglichkeiten, aktiv zu werden – und manchmal reichen schon vergleichsweise kleine Aktionen und Verhaltensänderungen aus, um einen großen Prozess in Gang zu setzen, wie die Kinder bei der Aufführung auf dem Reigenplatz zeigten. Ob wir des Öfteren das Auto stehen lassen und mit dem Fahrrad, Bus oder Bahn fahren, ob wir auf Produkte aus Plastik verzichten, Müll trennen oder regionale Erzeugnisse und Bio-Produkte kaufen – wir alle können unseren Beitrag leisten. Und je mehr Menschen mitmachen, desto besser!

Mein herzliches Dankeschön für zwei großartige Festtage mit vielen Impulsen und Denkanstößen geht an die Kunigunden- und Rudolfshofer Grundschule, die für die Organisation des Programms verantwortlich gezeichnet hat, und an alle, die in diesem Jahr dabei waren: die Schülerinnen und Schüler, Spielmannszüge und Musikgruppen, Vereine und Organisationen, die Teams der Stadtverwaltung und des Städtischen Bauhofs sowie die Vertreter des BRK und des ASB, der Feuerwehren Lauf und Röthenbach und der örtlichen Polizei ebenso wie die stillen Helferinnen und Helfer im Hintergrund und alle Spender, die unser Heimat- und Schulfest finanziell unterstützen.

Des Weiteren die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, die Kunigunde Julia Heinz und – ganz besonders – Jutta Auernheimer, die diese Veranstaltung 25 Jahre lang als Festleiterin aktiv begleitet und entscheidend mitgeprägt hat und nun den Staffelstab an ihre Stellvertreterin Doris Trini-Maschler übergibt.

Gemeinsam mit ihnen, allen Lauferinnen uund Laufern und unseren Gästen freue ich mich auf noch viele schöne Kunigundenfest-Momente.    

Mit herzlichem Gruß


Benedikt Bisping
Erster Bürgermeister

 

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