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11.12.2017

Krimi mit Humor und Stricknadeln

Premierenlesung aus "Graffitimord in Lauf" mit Live-Zeichnen bestens besucht


Leni Nathrath bei ihrer Premierenlesung aus "Graffitimord in Lauf

Leni Nathrath bei ihrer Premierenlesung aus "Graffitimord in Lauf(c)Stadtbuecherei-Lauf

„Bei mir kommt die erste Leiche erst auf Seite zwei, und eine zweite gibt es nicht“, erzählt Leni Nathrath bei der Premierenlesung ihres ersten Kriminalromans „Graffitimord in Lauf“. Denn bei den Mörderischen Schwestern, einer bundesweiten Vereinigung von Krimiautorinnen, hätte man ihr geraten, die erste Leiche gleich auf Seite eins zu präsentieren und auf Seite 30 die zweite. Neben einer kurzen Lesung aus ihrem ersten Roman sind es diese kleinen Einblicke in die Arbeit einer Autorin, die das Publikum am Abend des 29. November vergnügt genießt.


„Warum gerade ein Mord rund um das Kunigundenfest?“, will ein Zuhörer wissen. „Weil das den Druck auf die Ermittler erhöht und damit die Spannung“, erklärt die Autorin. Und dass ihre Geschichte in Lauf spielen muss, ist für die seit Jahrzehnten hier lebende ehemalige Gymnasiallehrerin sowieso klar. Weniger klar dagegen sei für Illustrator Klaus-Martin Grebe am Anfang gewesen, warum sich Leni Nathrath doch eher humoristische Bilder für das Buch gewünscht habe, so der Tauchersreuther Künstler: „Das habe ich noch nie gemacht“. Vielleicht liegt es an der tieferen Botschaft der Graffiti-Handarbeiterinnen und -arbeiter, die Leni Nathrath dem Publikum näherbringen will. Bei dieser Handarbeitskunst bestrickten und behäkelten die heimlich agierenden Überzeugungstäterinnen und -täter von Laternenpfählen über Fahrräder bis zu Panzern einfach alles, was den daran vorbeilaufenden Menschen stets ein Lächeln ins Gesicht zaubere.


Die spontanen, auf Zuruf von Klaus-Martin Grebe gezeichneten Arten, jemanden „um die Ecke zu bringen“, bedachte das Publikum mit Lachen und Applaus. Darunter beispielsweise ein Mord durch ein Buch und in der Bücherei. Eingehend betrachtet wurden auch die Buch-Illustrationen, die noch bis 10. Januar im Lesecafé zu sehen sind. Alles mit einem gewissen Augenzwinkern natürlich.



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