Rathaus-Meldungen
13.02.2018

Stadt Lauf sucht Schöffen

Bewerbungen für die Amtszeit von 2019 bis 2023 werden ab sofort entgegengenommen


2018 werden bundesweit die Schöffen für die Amtszeit von 2019 bis 2023 gewählt. Auch in Lauf werden Frauen und Männer gesucht, die beim Amtsgericht Hersbruck und dem Landgericht Nürnberg-Fürth als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen. Der Stadtrat schlägt 17 oder mehr Kandidaten vor. Aus diesen Vorschlägen wählt der Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht dann die Haupt- und Hilfsschöffen.

Gesucht werden Bewerberinnen und Bewerber, die in Lauf wohnen und am 1. Januar 2019 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sein werden. Wählbar sind deutsche Staatsangehörige, die die deutsche Sprache ausreichend beherrschen und über soziale Kompetenz verfügen. Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, die zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann, ist von der Wahl ausgeschlossen. Auch hauptamtlich in oder für die Justiz Tätige und Religionsdiener sollen nicht zu Schöffen gewählt werden.

Ehrenamtliche Richter für das Amts- und Landgericht


Die ehrenamtlichen Richter müssen Beweise würdigen, d. h. die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein bestimmtes Geschehen wie in der Anklage behauptet ereignet hat oder nicht, aus den vorgelegten Zeugenaussagen, Gutachten oder Urkunden ableiten können. Ihnen steht in der Hauptverhandlung das Fragerecht zu. Sie müssen sich verständlich ausdrücken, auf den Angeklagten wie andere Prozessbeteiligte eingehen können und an der Beratung argumentativ teilnehmen. Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und – wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes – gesundheitliche Eignung. Juristische Kenntnisse sind für das Amt nicht erforderlich.

Schöffen sind mit den Berufsrichtern gleichberechtigt. Für jede Verurteilung und jedes Strafmaß ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit in dem Gericht erforderlich. Gegen beide Schöffen kann niemand verurteilt werden. Jedes Urteil – gleichgültig ob Verurteilung oder Freispruch – haben die Schöffen daher mit zu verantworten. Wer die persönliche Verantwortung für eine mehrjährige Freiheitsstrafe, für die Versagung von Bewährung oder für einen Freispruch wegen mangelnder Beweislage nicht übernehmen kann, sollte das Schöffenamt nicht anstreben.

Bewerbungsformular als Download

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich bis zum 13. April bei der Stadtverwaltung, Ordnungsamt, Urlasstraße 22, 91207 Lauf a.d. Pegnitz bewerben. Ein Bewerbungsformular finden Sie Opens external link in new windowhier.

Für Rückfragen stehen Ihnen die Kolleginnen und Kollegen im Ordnungsamt unter der Telefonnummer 09123/184-138 bzw. unter ordnungsamt@stadt.lauf.de gerne zur Verfügung. Weitere Informationen finden sich auch auf der Website des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz unter Opens external link in new windowhttps://www.justiz.bayern.de/service/schoeffen/.



< Vorheriger Artikel

« zurück
Anzeigen
Ihre Anzeige auf lauf.de?
Kontakt



Herausgeber und verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist die Stadt Lauf a.d. Pegnitz