Stadtportrait
Stadtwappen Lauf a.d.Pegnitz
Grafik: Stadtwappen Lauf an der Pegnitz

Die Stadt Lauf an der Pegnitz

Das starke Gefälle („Laufen“) der Pegnitz und die verkehrsgünstige Lage haben entscheidend dazu beigetragen, dass sich Lauf in mehr als neun Jahrhunderten zu der bedeutendsten und größten Stadt des Landkreises Nürnberger Land entwickeln konnte.

 

Bereits in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts dürfte am nördlichen Pegnitzufer eine dörfliche Siedlung entstanden sein, an die sich ein Jahrhundert später die großzügige Marktanlage mit dem Rathaus in der Mitte anschloss. Um 1275 wurden erstmals vier Mühlen am Fluss erwähnt, die ebenso wie die Siedlung unter dem Schutz der Burg auf der Pegnitzinsel standen. Dort hatte ein Dienstmannengeschlecht des Kaisers seinen Sitz, dem die Verwaltung des Reichsgutes um Lauf übertragen war.

Unter der Landesherrschaft der Wittelsbacher erfuhr Lauf ab 1268 einen wirtschaftlichen Aufschwung; mit bedeutenden Rechtsverleihungen wurden 1298 die Grundlagen für die Entwicklung zur Stadt geschaffen.

 

Seine mittelalterliche Blütezeit erlebte Lauf unter Kaiser Karl IV., der den Ort zu einem wichtigen Stützpunkt an der Goldenen Straße Prag-Nürnberg ausbaute. Karl verbriefte Lauf nicht nur die Stadtrechte, er errichtete auch eine bedeutende Münzstätte. An diese große Zeit erinnert noch heute die um 1360 vollendete Wasserburg, das „Wenzelschloss“, mit dem berühmten Wappensaal, dessen über einhundert in Stein gehauene Wappen von der böhmischen Hausmacht Karls künden. Ab 1373 war Lauf wieder im Besitz der Wittelsbacher; in diese Zeit fallen die Stiftung des noch heute bestehenden Glockengießerspitals und die Errichtung der Pfarrei Lauf.

 

Seine mittelalterliche Blütezeit erlebte Lauf unter Kaiser Karl IV., der den Ort zu einem wichtigen Stützpunkt an der Goldenen Straße Prag-Nürnberg ausbaute. Karl verbriefte Lauf nicht nur die Stadtrechte, er errichtete auch eine bedeutende Münzstätte. An diese große Zeit erinnert noch heute die um 1360 vollendete Wasserburg, das „Wenzelschloss“, mit dem berühmten Wappensaal, dessen über einhundert in Stein gehauene Wappen von der böhmischen Hausmacht Karls künden. Ab 1373 war Lauf wieder im Besitz der Wittelsbacher; in diese Zeit fallen die Stiftung des noch heute bestehenden Glockengießerspitals und die Errichtung der Pfarrei Lauf.

 

Einen Wendepunkt in der Stadtgeschichte stellte das Jahr 1504 dar, als Lauf an die Reichsstadt Nürnberg fiel. Die Zugehörigkeit zum Nürnberger Landgebiet währte mehr als drei Jahrhunderte und findet noch heute im Stadtwappen bildhaften Ausdruck. Lauf wurde Sitz eines reichsstädtischen Pflegers, der in der Burg residierte. Unter Nürnberger Oberhoheit erfolgte 1525 auch die Einführung der Reformation. Schwerste Zerstörungen erlitt die Stadt im Zweiten Markgrafenkrieg 1553, die imposante Ruine der Spitalkirche St. Leonhard hält die mahnende Erinnerung daran wach.
Durch seine Mühlen und Hammerwerke, den Tabakanbau, den Hopfenhandel und das Braugewerbe konnte Lauf nach dem Niedergang im Dreißigjährigen Krieg seine Wirtschaftskraft neu stärken. Die stattlichen Fachwerk- und Sandsteinhäuser sowie die barocke Raumgestaltung der Johannis- und der Salvatorkirche sind dafür noch heute sichtbares Zeugnis.

 

Seit 1806 wieder zu Bayern gehörig, gewann Lauf im 19. Jahrhundert als Sitz verschiedener Ämter zentralörtliche Bedeutung für das Umland im unteren Pegnitztal. Die aufblühende keramische, holz- und metallverarbeitende Industrie, begünstigt durch den Anschluss an die Ostbahn und die Fichtelgebirgsbahn, zog viele Arbeitskräfte aus Ostbayern an. Die Aufnahme von Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg, die Eingliederung von elf Landgemeinden im Rahmen der kommunalen Gebietsreform und die Ausweisung neuer Baugebiete ließen die Einwohnerzahl binnen weniger Jahrzehnte auf mehr als 27.000 anwachsen. Als Kreisstadt und Mittelzentrum im Osten des mittelfränkischen Ballungsraumes, als Sitz des Landratsamtes Nürnberger Land und anderer zentraler Einrichtungen im Bildungs- und Dienstleistungsbereich hat die traditionsreiche Stadt mit ihrer reizvollen Umgebung heute eine Bedeutung erlangt, die ihrer historischen Entwicklung gerecht wird. 

 

Besonders sehenswert ist Laufs Altstadt mit der halloKaiserburg, einem Bauwerk von europäischem Rang, dem Hersbrucker und dem Nürnberger Tor, dem alten Rathaus, dem Glockengießerspital, den Felsenkellern und dem historischen Marktplatz. Dieser bietet einen reizvollen Rahmen für ein attraktives und kundenfreundliches Geschäftszentrum mit Boutiquen, renommierten Fachgeschäften und namhaften Filialen, das mit seinen kurzen Wegen und günstigen Parkmöglichkeiten zum Bummeln, Schauen und Kaufen einlädt.

 

Als dynamischer Wirtschaftsstandort verfügt die Stadt darüber hinaus über eine gesunde Mischung großer, mittlerer und kleiner Industrie- und Handelsunternehmen sowie Handwerksbetriebe, die im Laufe der Jahre mit kompetenten Mitarbeitern und Kooperationspartnern ein beeindruckendes betriebswirtschaftliches Netzwerk aufgebaut haben.

 

So ist Lauf seit Beginn des 20 Jahrhunderts das deutsche Zentrum der technischen Keramik. Die Firmen, die Speckstein zu Chips, Sonden und Dichtungen u. a. verarbeiten, erreichen bei manchen Produkten einen Weltmarktanteil von mehr als 80 Prozent. Weltruf haben auch Präzisions-Schneid- und Spannwerkzeuge und Nutzfahrzeuge aus Lauf. Initiiert von der High-Tech-Offensive Bayern nahm 2001 das Zentrum für Werkstoffanalytik (ZWL) seinen Betrieb auf. Hier werden u. a. Grundlagenforschung in den Materialwissenschaften betrieben, neue Stoffe entwickelt und Materialschäden analysiert.

 

Die Pegnitzstadt ist außerdem Sitz der Berufsfachschule für Rettungsassistenten, der Führungsakademie der Bundesanstalt für Arbeit und der Montessori Fachoberschule.

 

Neben einem Schulzentrum mit der Staatlichen Berufsschule Nürnberger Land, dem Christoph-Jakob-Treu-Gymnasium, der Oskar-Sembach-Realschule, dem Sonderpädagogischen Förderzentrum und der Montessori Schule finden sich in Lauf eine Wirtschaftsschule, mehrere Grund- und Hauptschulen mit Mittags- und Ganztagsbetreuung, 16 Kindertagesstätten, z. T. auch für Kleinstkinder, fünf Horte und ein Krankenhaus.

 

Das kulturelle Leben wird durch zahlreiche Einrichtungen und Veranstaltungen geprägt, die sich mittlerweile auch über die Stadtgrenzen hinaus etabliert haben. Dazu gehören u.a. das Dehnberger Hof Theater mit seinen Aufführungen, Kammerkonzerten und Kabarettabenden, das Industrie Museum, das an ehemaligen Produktionsstandorten die Geschichte der Industrialisierung von 1900 bis 1950/60 dokumentiert, das Stadtarchiv mit den Städtischen Sammlungen und die Stadtbücherei mit den Literaturtagen, die sich ein begeistertes Stammpublikum erobert haben, das von Jahr zu Jahr wächst.

 

Auch das Fest der Nationen, das Altstadtfest, das traditionsreiche Kunigundenfest, das Brunnenfest und die „Hämmernkirchweih“ erfreuen sich nicht nur bei den Lauferinnen und Laufern großer Beliebtheit.

 

Die Stadt verbinden Partnerschaften mit dem französischen Brive-la-Gaillarde, dem schwedischen Nyköping, der Stadt Drama in Griechenland und Tirschenreuth in der Oberpfalz.


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