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11.05.2018

Spatenstich für die neue KiTa in der Luitpoldstraße

Kooperationsprojekt der Stadt Lauf und der evangelischen Kirche nimmt Gestalt an


„Komm, bau ein Haus, das uns beschützt“ – Jung und Alt feierten den Baubeginn für die neue Kinderkrippe (Foto: Hiller)

„Komm, bau ein Haus, das uns beschützt“ – Jung und Alt feierten den Baubeginn für die neue Kinderkrippe (Foto: Hiller)

Ein weiteres Großprojekt der kinderfreundlichen Stadt Lauf nimmt nun Gestalt an: Auf dem Grundstück in der Luitpoldstraße 41 entsteht derzeit ein modernes Kindertagesstättengebäude, in das die städtische Kindertagesstätte „Brücke West“ und der evangelische Kindergarten „Unterm Regenbogen“ gemeinsam einziehen werden.
Seit September des vergangenen Jahres firmieren beide Einrichtungen, die derzeit noch im ehemaligen Gemeindehaus in der Luitpoldstraße 3 untergebracht sind, unter dem Namen „Brücke Regenbogen“. Wie die neue Kindertagesstätte, die unter der Trägerschaft der evangelischen Kirche steht und im Herbst 2019 eröffnet werden soll, schlussendlich heißen wird, ist noch nicht entschieden.
105 Kindergarten- und Krippenplätze werden hier künftig zur Verfügung stehen – in dem bereits bestehenden Flachdachgebäude, das im Inneren ökologisch generalsaniert und neu strukturiert wird, und einem Anbau, für den kürzlich der erste Spatenstich gesetzt wurde.

Investition von 1,8 Millionen Euro


"Wir investieren weitere 1,8 Millionen Euro in den Kindertagesstättenausbau“, betonte Bürgermeister Benedikt Bisping, der gemeinsam mit Vertretern der Stadtverwaltung und des Stadtrats, Architekt Klaus Thiemann und Mitarbeitern der beteiligten Baufirmen sowie Pfarrer Jan-Peter Hanstein, Susanne Zorell-Huscke, die bei der evangelischen Kirche in Lauf als Ansprechpartnerin für Kindertagesstätten fungiert, und anderen Gemeindemitgliedern auf die Baustelle gekommen war.

Mit je 900.000 Euro schlagen die ökologische Sanierung des Altbaus, der bereits entkernt wurde, und der Neubau in Holzkonstruktion zu Buche. Fast die Hälfte davon übernimmt der Freistaat Bayern, der Fördergelder in Höhe von rund 878.000 Euro zur Verfügung stellen wird. Und auch die Kirche will eine Summe von 140.000 bis 150.000 Euro beisteuern.

Rund 740 Quadratmeter Nutzfläche


Rund 740 Quadratmeter werde die Nutzfläche des Kindergartens betragen, wie Projektleiter Carsten Pillich erläuterte. Im umgestalteten Altbau werde es drei Kindergartenräume, einen Mehrzweckraum für die Sprachförderung und zwei sogenannte Intensivräume für Einzelgespräche und zusätzliche Förderstunden geben, dazu eine Küche mit Essbereich und zwei Sanitärräume. Im Neubau richte man je zwei Krippen- und Schlafräume sowie einen Sanitär- und Waschraum ein. Verbunden werden beide Gebäude durch einen weitestgehend transparenten Zwischenbau.

„Gemeinsam mit dem städtischen Bauamt haben wir eine gute Linie für nachhaltiges Bauen gefunden“, freute sich Architekt Klaus Thiemann. Die Wände und Decken des Neubaus werden aus massivem Holz im Werk vorgefertigt und dann auf der Baustelle montiert – eine Methode, die sich schon beim Bau der Musikschule mit Kindertagesstätte in der Kunigundenstraße bewährt habe und mit der man den hohen Ansprüchen an Qualität und Ökologie gerecht werde.

Wechsel des Kindergartenträgers

Das Baugrundstück sei eine der ersten Flächen in Lauf gewesen, auf denen es Kinderkrippen gegeben habe, so Bürgermeister Benedikt Bisping im Rückblick auf die Geschichte des Kindergartens Brücke West. 1951 unter Führung des „Fränkischen Frauenarbeitskreises“ und späteren Frauenrings Lauf am Hämmernplatz in Betrieb genommen, war die Einrichtung – nach einer Zwischenstation in der Schützenstraße – in Zusammenarbeit mit der ehemaligen Firma STEMAG, der heutigen CeramTec, im Jahr 1962 in der Luitpoldstraße neu eröffnet worden. Neben einer Gruppe für Kleinkinder unter drei Jahren gab es damals auch einen Hort, der hauptsächlich von Kindern der Angestellten und Arbeiter genutzt wurde.

Im September 1985 übernahm die Stadt Lauf die Einrichtung, die vier Jahre später renoviert und zu einem Kindergarten für Drei- bis Sechsjährige ausgebaut wurde. Seit 2004 wurden dort in einer Krippengruppe auch Zweijährige betreut.

Erbpacht bis zum Jahr 2068

Eigentümer des Grundstücks ist nach wie vor die Firma Ceram Tec, die es der Stadt Lauf in Erbpacht bis zum Jahr 2068 überlassen hat.

„Wir dürfen uns hier auf Unternehmergrund entwickeln und die Kindertagesstätte im konstruktiven Miteinander verschiedener Akteure an einem bewährten Standort neu gestalten“, so Bürgermeister Benedikt Bisping, der sich bei der Firma CeramTec – vertreten durch den technischen Leiter Hubert Sellner – und der evangelischen Kirchengemeinde herzlich für die gute Zusammenarbeit bedankte.
Viel Lob für das Kooperationsprojekt gab es auch von Pfarrer Jan-Peter Hanstein, der den Spatenstich unter das Bibelzitat „Lasset die Kindlein zu mir kommen“ stellte. Die evangelische Kirche nehme ihren Auftrag, sich um die Kinder zu kümmern, sehr ernst und man freue sich schon auf den Einzug in das neue Gebäude.

„Komm, bau ein Haus…“


Das gilt auch für die 99 Mädchen und Jungen, die derzeit die Kindertagesstätte Brücke Regenbogen besuchen. Ihre Namen wurden auf einem großen Schriftband verewigt, das die Vorschulkinder entrollten. Zwar haben sie noch keine konkrete Vorstellung davon, wie das neue Gebäude einmal aussehen wird; dass hier für sie viel Platz zum Spielen sein wird, wissen sie aber schon ganz genau, wie sie beim Gespräch mit dem Bürgermeister erzählten. Als Dankeschön und musikalischen Auftakt zum Spatenstich hatten sie das Lied „Komm, bau ein Haus, das uns beschützt“ mitgebracht, das sie gemeinsam mit ihren Erzieherinnen vortrugen.






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