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16.10.2017

"Im Gespräch bleiben"

Politik und Bürger treffen sich


Insgesamt 15 Bürgerversammlungen finden in diesem Jahr in den Laufer Stadt- und Ortsteilen statt. (Foto: Müller)

Insgesamt 15 Bürgerversammlungen finden in diesem Jahr in den Laufer Stadt- und Ortsteilen statt. (Foto: Müller)

Die Bundestagswahl liegt hinter uns. In Lauf lag die Beteiligung mit über 80 Prozent über den Werten der vergangenen Wahl für den Deutschen Bundestag. In einigen Stimmbezirken mussten am Wahlsonntag Stimmzettel nachgeliefert werden, so groß war die Resonanz. Sie können übrigens die teils sehr unterschiedlichen Stimmergebnisse der einzelnen Stimmbezirke hier in Lauf-Online unter Opens external link in new windowhttp://www.lauf.de/wahl/bt-2017/index.html abrufen.

Auf meine Frage, warum die Lauferinnen und Laufer diesmal wählen gegangen seien, bekam ich wiederholt zur Antwort: „Die Politiker in Berlin hören nicht mehr auf die Bürger“. Bislang kannte ich diesen Satz von Nichtwählern.

Warum gibt es solche Aussagen? Warum wird pauschalisiert? Wie kann ein besserer Kontakt gelingen?

Insgesamt 15 Bürgerversammlungen finden bis zum 22. November in den Laufer Stadt- und Ortsteilen statt. Dazu gibt es die Kinder-Bürgerversammlung und die Jugendversammlung. Eine große Tour im Herbst. Beste Voraussetzungen aber auch, um Antworten auf die oben genannten Fragen zu geben, um miteinander zu sprechen, zuzuhören und Meinungen auszutauschen. Ergänzt werden die Termine durch die regelmäßigen Bürgersprechstunden – zahlreiche Möglichkeiten also für die Lauferinnen und Laufer, sich mit den politischen Vertretern auszutauschen.

In Zeiten der Digitalisierung verändert sich die Kommunikation. Schnell sind Nachrichten in den Sozialen Medien verbreitet, E-Mails oft mit großen Verteilern versendet oder Informationen über WhatsApp weitergegeben. Für viele ist dies interessant, spannend und auch praktisch. Die Digitalisierung, also die Entkoppelung von Raum und Zeit in der Kommunikation von Menschen, birgt aber auch große Risiken, insbesondere im demokratischen Meinungsbildungsprozess. Wie ist zwischen Fakten und Hintergründen, Gerüchten, Spekulationen und falschen Nachrichten zu unterscheiden?

Umso wichtiger sind deshalb das direkte Gespräch und der faire Wettstreit der besten Ideen für Lauf. Üben wir uns dazu weiter im Zuhören, dem Austausch von Argumenten und der Differenzierung zwischen Einzelinteressen und dem Gemeinwohl. Sehen wir, dass es dabei nicht „den Politiker“ gibt, sondern dass es ganz unterschiedliche Menschen sind, die sich ehrenamtlich und in ihrer Freizeit für die Kommunalpolitik engagieren, ganz gleich in welcher Fraktion. Warum hat der Stadtrat dieses oder jenes beschlossen? Was waren die Gründe? Wie ist dieses Projekt finanziert? Statt übereinander zu reden ist es besser, miteinander zu reden und zu diskutieren.
So möchte ich Sie einladen: Bleiben wir im Dialog, denn so lebt eine offene Gesellschaft. Engagieren wir uns gemeinsam für eine gute Zukunft unserer Stadt!


Benedikt Bisping
Erster Bürgermeister



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