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09.10.2017

Reformation im östlichen Europa: Böhmen und Mähren

Neue Ausstellung in der Laufer Kaiserburg


Ausschnitt des Deckblatts der Monatszeitschrift Cesky Bratr

Ausschnitt des Deckblatts der Monatszeitschrift Cesky Bratr (Böhmischer Bruder) der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder in Tschechien, Januar 2017

Anlässlich des Reformationsjubiläums wird in einer Kooperation der Stadt Lauf und der VHS Unteres Pegnitztal mit dem Nürnberger Kulturbeirat zugewanderter Deutscher und dem Deutschen Kulturforum östliches Europa im Kaisersaal der Laufer Burg eine Ausstellung zur Reformation im östlichen Europa mit Schwerpunkt Böhmen und Mähren gezeigt.

Offiziell eröffnet wird die Schau am Samstag, 7. Oktober, um 11.00 Uhr mit einer Vernissage, bei der Dr. Harald Roth, Direktor des Deutschen Kulturforums östliches Europa eine Einführung in das Thema geben wird.

"Thesenanschlag" Martin Luthers an der Wittenberger Schlosskirche


Unbestritten war die Reformation in der Folge des sogenannten „Thesenanschlags“ Martin Luthers an der Wittenberger Schlosskirche 1517 einer der wichtigsten Einschnitte der europäischen Geschichte. Die Entwicklung erfasste rasch alle Landstriche, in denen deutsch gesprochen wurde, und strahlte von dort aus weiter. Neben dem nördlichen war vor allem das östliche Europa ausgesprochen empfänglich für die Ideen einer Erneuerung der Kirche und einer Intensivierung des Glaubens.

Böhmen war durch die hussitische Glaubensbewegung ein Jahrhundert zuvor bereits reformatorisch eingestellt. Während sich die deutschen Länder bald am Glaubensbekenntnis des jeweiligen Landesherrn zu orientieren hatten, wurde die Glaubensvielfalt in Ostmitteleuropa für geraume Zeit zum prägenden Element, was viele Glaubensflüchtlinge anzog.

Zusammenfassung der reformatorischen Bekenntnisse

Die Wanderausstellung des Deutschen Kulturforums östliches Europa bietet eine anschauliche Zusammenfassung der reformatorischen Bekenntnisse seit dem 16. Jahrhundert bis heute. Neben aller Unterschiedlichkeit der Entwicklung in den einzelnen Ländern und Regionen wird dabei zugleich die prägende Rolle deutlich, die die Reformation für die modernen Gesellschaften gespielt hat.
Die Schautafeln sind bis zum 12.11.2017 zu den Öffnungszeiten der Laufer Burg (Dienstag bis Freitag: 14.00 Uhr – 17.00 Uhr, Samstag / Sonntag: 11.00 Uhr – 17.00 Uhr) im Kaisersaal zu sehen. Der Besuch der Ausstellung ist im Eintrittspreis für die Kaiserburg von 3 Euro enthalten, Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt.

Vorführung des Dokumentationsfilm „Böhmische Dörfer“ von Peter Zach

Begleitend zu der Ausstellung zeigt die VHS am Dienstag, 17.10., um 19.00 Uhr im Kaisersaal der Laufer Burg den Dokumentationsfilm „Böhmische Dörfer“, dessen Produzentin, Jana Cisar, bei der Vorführung dabei sein wird. Der Film von Peter Zach ist eine Reise in die Vergangenheit und Gegenwart tschechisch-deutschen Zusammenlebens. Seine Protagonisten erzählen Geschichten von Abschied und Schmerz, von Tod und Tragödie, aber auch von den Freuden und dem Aberwitz des Lebens. Dabei steht ihnen, oft hilfreich, der sprichwörtliche Schweijksche Humor zur Seite.

Der Eintrittspreis beträgt 6 Euro an der Abendkasse, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Eine Voranmeldung unter Tel. 01923 / 1833-310 oder per Mail an Opens window for sending emailinfo(at)vhs-up.de ist wünschenswert, aber nicht erforderlich.



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