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08.05.2017

Zurück zur Natur

Bach-Renaturierung am Froschleitenweg


Bürgermeister Benedikt Bisping, Bernhard Hammerlindl, Dieter Wölfel und Gernot Deinzer (von rechts nach links) am umgestalteten Bachlauf.

Bürgermeister Benedikt Bisping, Bernhard Hammerlindl, Dieter Wölfel und Gernot Deinzer (von rechts nach links) am umgestalteten Bachlauf. Die stehenden Wasserflächen bieten u.a. Lebensraum für Amphibien. (Foto: Müller)

Das Laufer Fließgewässernetz – gut drei Dutzend Bachläufe mit Seitenzuflüssen aus dem gesamten Stadtgebiet – erstreckt sich auf eine Länge von nahezu 50 Kilometern. Damit es seine Funktion für Mensch und Natur sowie zum Schutz vor Hochwasser erfüllen kann, soll es naturnaher gestaltet werden, wie das Beispiel „Froschleitenweg“ zeigt.

Die Stadt Lauf verfügt für zahlreiche Gewässer dritter Ordnung, also kleine Gewässer und Bäche, über ein Gewässerentwicklungskonzept. Der Fachplan legt dar, wo Gewässer zu pflegen sind, wo sie sich selbst entwickeln, ausgebaut oder naturnah gestaltet werden sollen. Dabei ist fast die Hälfte des Planungsgebiets durch bauliche Eingriffe wie Begradigungen oder Verrohrungen stark verändert. „Unsere Fließgewässer sollen ihre landschaftsökologischen und biologischen Funktionen wieder erlangen“, so formuliert Dieter Wölfel, der beim Städtischen Bauamt für Naturschutz, Baum- und Landschaftspflege zuständig ist, das Ziel der Gestaltungs- bzw. Renaturierungsmaßnahmen aus dem Konzept.

„Naturnahe Gewässer stehen für Umwelt- und Lebensqualität“

Ein gelungenes Renaturierungsprojekt findet sich am Froschleitenweg in Lauf. Hier konnte auf 250 Metern ein naturnaher Bachlauf wiederhergestellt werden. „Wir haben mit variierenden Böschungsneigungen gearbeitet, kleine Retentionsmulden gestaltet und mit Steinen und Totholz zusätzliche Strukturen geschaffen“, erläuterte Dieter Wölfel beim Ortstermin mit Bürgermeister Benedikt Bisping, dem stellvertretenden Bauamtsleiter Bernhard Hammerlindl und Gernot Deinzer, der die Stadt als freiberuflicher Berater bei der Umsetzung des Gewässerentwicklungskonzeptes mit viel Engagement unterstützt.

Von einer Renaturierung würden am Ende alle profitieren, wie Gernot Deinzer betonte: „Kleine Gewässer sind wichtig für den Hochwasserschutz durch Wasserrückhalt in der Fläche, außerdem wird der Artenreichtum von Pflanzen, Insekten und Amphibien gefördert und Lebensräume werden vernetzt.“

Bürgermeister Benedikt Bisping hob in diesem Zusammenhang auch die steigende Gewässergüte und die Aufwertung des Landschaftsbildes hervor. „Wir wollen uns für eine intakte Umwelt einsetzen und Lauf für Mensch und Natur noch ein Stück lebenswerter machen“, sagte er und dankte allen Mitwirkenden sowie dem Grundstückeigentümer, ohne dessen Einwilligung die Umgestaltung nicht möglich gewesen wäre.  



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