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Die keramische Industrie Laufs verarbeitet den Speckstein, Hauptrohstoff des Steatits.
Der Speckstein ist ein weicher Stein. Ende des 19. Jahrhunderts erkannte man, dass dem Speckstein
neben Ton zur Verbesserung der Verarbeitung auch ein Flussmittel in Form von Feldspat zugesetzt werden muss.
Das eigentliche Steatit war geboren.
Lauf wurde zu einer Hochburg der Steatit-Industrie. Zahlreiche Unternehmen stellen
technische Keramik in Großserie her, forschen auf diesem Gebiet und erschließen neue Anwendungen
technischer Keramik für die Elektronik. Keramikbauteile kommen überall dort zum Einsatz,
wo hervorragendes elektrisches Isoliervermögen, hohe thermische, chemische und mechanische Verschleißfestigkeit
und Härte gefordert sind. So zum Beispiel in der Luftfahrtindustrie, Medizin-, Mess- und Sensortechnik,
im Automobil- und Maschinenbau sowie in der Licht- und Sicherungstechnik.
Laufer Firmen zählen zu den größten deutschen Keramik-Anbietern und den führenden europäischen Herstellern
von elektronischen Bauelementen. Sie haben seit Jahrzehnten den Fortschritt der Elektronik mitgeprägt.
Die erstklassigen Produkte der Laufer keramischen Industrie werden weltweit geschätzt.
Ein Meilenstein ist das vom Fachbereich Werkstofftechnik der Fachhochschule Nürnberg gemeinsam mit
der Stadt Lauf und der Wirtschaftsförderung Nürnberger Land initiierte Zentrum für Werkstoffanalytik (ZWL) in Lauf.
Daneben sind metallverarbeitende Betriebe beheimatet, die mit Gewindeschneid-, Span-,
Prüf- und Frästechnik
Weltruf erlangten. Die Präzisionswerkzeuge werden in 43 Ländern der Erde vertrieben.
Ein weiterer Zweig ist die kunststoffverarbeitende Industrie, deren Produkte auf dem Markt der Zulieferindustrie
des Automobilbaus zu einem Begriff geworden sind und die zu den mittelständischen Marktführern in dieser Branche gehören.
Der Fahrzeugbau mit der Herstellung von Teleskop- und Aufbau-Autokranen sowie Schwerlast-Transportfahrzeugen,
hat den Namen Laufs ebenfalls in allen Teilen der Welt bekanntgemacht.
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